Politik

Die Linke bekräftigt im Bundestag Forderung nach bundesweitem Mietenstopp und Mietendeckel

Die Fraktion Die Linke hat im Bundestag erneut einen bundesweiten Mietenstopp und einen rechtlich verbindlichen Mietendeckel gefordert. Rechtliche Fragen und politische Gegenwehr bleiben zentrale Streitpunkte.

Kurzmeldung

Die Fraktion Die Linke hat am 25. August 2026 im Deutschen Bundestag ihren Forderungen nach einem bundesweiten Mietenstopp und einem verbindlichen Mietendeckel Nachdruck verliehen. In der Debatte forderten Vertreterinnen und Vertreter der Fraktion unter anderem ein Einfrieren von Bestandsmieten in sogenannten angespannten Wohnungsmärkten sowie klare Preisobergrenzen bei Neu- und Wiedervermietungen. Als Begründung nannten Redner und Parteitexte weiterhin stark steigende Angebotsmieten und Verdrängungseffekte in vielen Städten.

Die Linke knüpft mit dem Vorstoß an frühere Beschlüsse und Kampagnen der Partei an und verlangt ergänzende Maßnahmen wie die Abschaffung der Modernisierungsumlage und eine deutlich verschärfte Mietpreisbremse. Parteinahe Materialien und Reden der Fraktionsspitze nennen wiederholt die Notwendigkeit bundeseinheitlicher Regeln zur Entlastung von Mieterinnen und Mietern.

Rechtlich ist ein bundeseinheitlicher Mietendeckel jedoch umstritten: Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Berliner Regelung 2021 bleibt die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern ein zentraler Prüfpunkt. Ein verfassungskonformer Eingriff müsste nach Ansicht von Rechtsexpertinnen und -experten im geltenden Bundesrecht verankert werden, etwa durch Ergänzungen zur Mietpreisbremse oder neue bundesrechtliche Regelungen mit klaren Kriterien für „angespannte Wohnungsmärkte“ und Ausnahmen für Modernisierungen.

Politisch stößt der Vorschlag auf Widerstand in anderen Fraktionen und bei Vertretern der Bundesregierung, die vor negativen Effekten auf Neubauinvestitionen warnen und auf eine Stärkung von Bauanreizen, Beschleunigung von Planungsverfahren und mehr sozialen Wohnungsbau setzen. Befürworterinnen und Befürworter der Linken verweisen auf mögliche kurzfristige Entlastungen in Ballungsräumen.

Das weitere parlamentarische Verfahren bleibt offen. Jede mögliche Gesetzesinitiative würde nach Einschätzung von Fachleuten eine sorgfältige verfassungsrechtliche Prüfung, eine klare Abgrenzung der Anwendungsgebiete und eine Abwägung zwischen Mieterschutz und Investitionsanreizen erfordern.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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