Kurzmeldung
Die Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag hat am 17./18. August 2026 die Kleine Anfrage mit der Drucksachennummer BT‑Drs. 21/7625 vorgelegt. Die Anfrage fordert eine Bestandsaufnahme der Bäderinfrastruktur in Deutschland und fragt unter anderem nach der Zahl und regionalen Verteilung von Frei‑ und Hallenbädern, seit 2018 erfolgten Schließungen, dem baulichen und energetischen Sanierungsbedarf sowie nach der Einbindung bestehender Förderprogramme.
In der Drucksache wird auf die Statistik der Deutschen Lebensrettungs‑Gesellschaft (DLRG) verwiesen: Für 2025 nennt die DLRG 393 tödliche Badeunfälle in Deutschland. Die Vorlage führt zudem Schätzungen zum finanziellen Sanierungsbedarf an; demnach wird in der öffentlichen Debatte von mehreren Milliarden Euro bis zu zweißig Milliarden Euro gesprochen. Die Fragesteller erkundigen sich außerdem nach Auswirkungen auf den schulischen Schwimmunterricht, der personellen Ausstattung von Bädern und der Ausbildung von Schwimmlehrkräften.
Die Kleine Anfrage thematisiert Kriterien für eine Priorisierung von Investitionen, etwa Energieeffizienz, Barrierefreiheit, regionale Versorgungslücken und soziale Aspekte der Förderung. Zugleich erinnert die Vorlage an die föderale Zuständigkeit: Bildung und Schwimmunterricht liegen in der Verantwortung der Bundesländer, die Mehrheit der Bäder wird von Kommunen betrieben; der Bund kann über befristete Programme, Kofinanzierungen oder steuerliche Maßnahmen Anreize setzen.
Rechtlich und verfahrensmäßig gilt: Kleine Anfragen sind an die Bundesregierung gerichtet; diese antwortet in der Regel binnen zwei Wochen, Fristverlängerungen sind möglich. Zum jetzigen Stand liegt die Antwort auf BT‑Drs. 21/7625 noch nicht vor. Sollte die Bundesregierung die von der Fragestellerin vorgelegten Zahlen bestätigen, dürfte dies den Druck auf Bund, Länder und Kommunen erhöhen, Investitionsmittel zu bündeln und Förderkriterien zu schärfen. Bis zur offiziellen Antwort bleiben Umfang und Inhalte der der Regierung vorliegenden Daten offen.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).