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Dobrindt: Drohnenabwehr wird Daueraufgabe der Bundespolizei – Besuch in Fuldatal

Bei der Fliegerstaffel der Bundespolizei in Fuldatal betont Bundesinnenminister Alexander Dobrindt den langfristigen Ausbau der Drohnenabwehr. Geplant sind mehr Personal, zusätzliche Standorte und verstärkte Forschung.

Bei einem Besuch der Fliegerstaffel der Bundespolizei in Fuldatal hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt den Aufbau der deutschen Drohnenabwehr als Daueraufgabe bezeichnet. Man müsse sich auf ein „Wettrüsten“ zwischen Angreifern und Abwehr einstellen, sagte Dobrindt und kündigte an, Kapazitäten und Fähigkeiten der Bundespolizei weiter auszubauen.

Nach Angaben des Innenministeriums sollen Kompetenzen von Bund und Ländern besser gebündelt und sowohl Forschung als auch Einsatzpraxis enger verzahnt werden. Bereits seit Dezember 2025 ist eine spezialisierte Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei im Dienst. Für den operativen Ausbau nennt das Ministerium als Zielgröße rund 300 Einsatzkräfte; zudem soll das Netz spezialisierter Kräfte von derzeit vier auf acht Standorte wachsen, um bei Vorfällen schneller vor Ort reagieren zu können. Konkrete Zeit- und Finanzierungspläne werden erarbeitet.

Als technischer Pfeiler gilt ein neues Technologie- und Forschungszentrum für Drohnensicherheit am Testflugplatz Cochstedt in Sachsen-Anhalt, das im August 2026 den Betrieb aufgenommen hat. Dort sollen Erprobung, Beschaffung und Schulung für die Drohnenabwehr beschleunigt werden – von Sensorik und Lagebildern über Abwehrmittel bis hin zu Taktiken für den Schutz kritischer Infrastruktur.

Politisch und rechtlich bleiben zentrale Fragen offen. Zuständigkeiten zwischen Bundespolizei, Länderpolizeien und dem Bundeskriminalamt müssen weiter präzisiert werden, insbesondere bei Lagen außerhalb des unmittelbaren Grenz- und Bahnbereichs. Zudem ist der Einsatz elektronischer Gegenmaßnahmen – etwa Störsender oder Übernahmeverfahren – rechtlich sensibel; die Bundesregierung verweist darauf, dass technische, organisatorische und rechtliche Begleitung Hand in Hand gehen müsse, um Bürgerrechte zu wahren und zugleich handlungsfähig zu sein.

Gewerkschaften und Polizeiverbände unterstützen den Kurs grundsätzlich, drängen aber auf zügige Beschaffungen und klare Einsatzregeln. Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft fordert unter anderem moderne Aufklärungsmittel, robuste Kommunikationswege und verlässliche Einsatzkonzepte für Großveranstaltungen, Flughäfen und kritische Anlagen. Hintergrund sind gemeldete Zwischenfälle mit zivilen und mutmaßlich präparierten Drohnen in den vergangenen Jahren; gesicherte Attributionen liegen oft nicht vor, die Sicherheitsbehörden verweisen auf unterschiedliche, teils schwer zuzuordnende Quellen.

Dobrindt stellte in Fuldatal klar, dass die Drohnenabwehr keine Sonderaufgabe für einzelne Lagen bleibe, sondern Teil der regulären Sicherheitsarchitektur werde. Der Ausbau soll schrittweise erfolgen und sich an der Bedrohungslage sowie an den Ergebnissen von Tests und Übungen orientieren.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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