Kultur

Doku zur fünften Staffel von „Babylon Berlin“ zeichnet den schnellen Untergang der Weimarer Republik nach

Eine von ARD und SWR begleitete Dokumentation zur finalen Staffel von „Babylon Berlin“ erzählt am 21. September 2026 die ersten Wochen der NS-Herrschaft und verbindet historische Schicksale mit politischer Einordnung.

Die zur Ausstrahlung der fünften Staffel begleitende Dokumentation „Babylon Berlin – Die Doku“ rekonstruiert die Tage und Wochen nach Hitlers Machtübernahme und zeigt, wie in kurzer Zeit die parlamentarische Demokratie in Deutschland ausgeschaltet wurde. Der Film von Christian Jakob, den Das Erste am 21. September 2026 um 22:50 Uhr ausstrahlt, folgt in mehreren biografischen Porträts konkreten Schicksalen aus dem Frühjahr 1933 und ordnet institutionelle Brüche und rechtliche Verwerfungen ein.

Im Mittelpunkt der Dokumentation stehen sieben Personen, deren Lebenswege exemplarisch für die politische Zerstörung der Weimarer Republik stehen: die Journalistin Gabriele Tergit, der kommunistische Politiker Ernst Thälmann, der Finanzfachmann Hjalmar Schacht sowie der preußische Polizeipräsident Magnus von Levetzow. Anhand dieser Lebensläufe werden zentrale Etappen nachgezeichnet: von der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler über die Ausschaltung politischer Gegner und die gezielte Schwächung der Parlamente bis hin zum Reichstagbrand und den darauf folgenden Notverordnungen, die ab Anfang März 1933 grundlegende Freiheitsrechte beseitigten.

Die Doku verbindet Archivmaterial, Zeitzeugenberichten und wissenschaftlichen Kommentaren. Sie benennt konkrete politische Maßnahmen, personelle Entscheidungen und gesetzliche Grundlagen, die das Ende der parlamentarischen Ordnung herbeiführten, und vermeidet unpräzise Vergleiche: Parallelen zur Gegenwart werden von Historikerinnen eingeräumt, zugleich aber klar als analytische Beobachtungen und nicht als historische Gleichsetzungen dargestellt.

Für das Programm der ARD ist die Dokumentation Teil der Begleitung zur finalen Staffel der Serie, die den Februar und März 1933 dramatisiert und damit filmisch in das Umfeld der realen Ereignisse einbettet. Die Produktion versteht sich demnach nicht als Ersatz für historische Forschung, sondern als populärwissenschaftliche Ergänzung, die Öffentlichkeit und Kontextwissen zusammenführt.

Auswirkungen sind vor allem kultureller und bildungspolitischer Art: Die Kombination aus fiktionaler Serie und historischer Dokumentation soll breite Zuschauerinnenkreise erreichen und Debatten über demokratiegefährdende Prozesse anstoßen. Konkrete politische Forderungen macht die Sendung nicht; sie liefert aber Materialien für historische Bildung und zivilgesellschaftliche Erinnerungskultur, indem sie Abläufe, Daten und handelnde Personen präzise nennt und dokumentiert.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk