Save the Children hat am 20. August auf die besondere Gefährdung von Kindern in der Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo hingewiesen. Katharina von Schröder betonte im Deutschlandfunk, infizierte Kinder zeigten nach Beobachtungen aus dem Einsatzgebiet eine höhere Sterblichkeit. Die Organisation fordert, die Behandlung und psychosoziale Betreuung Minderjähriger in den betroffenen Regionen deutlich zu verstärken.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet über fortgesetzte Übertragungen in mehreren Provinzen im Ost-Kongo und verweist auf Engpässe beim Infektionsschutz in Gesundheitszentren, bei der Kontaktverfolgung und in der klinischen Versorgung. Humanitäre Organisationen schildern zusätzlich eine hohe Belastung von Familien durch Quarantänemaßnahmen, Schulschließungen und den Ausfall von Pflegepersonen. Für Kinder resultieren daraus gleich mehrere Risiken: eine erhöhte Wahrscheinlichkeit schwerer Verläufe, ein erschwerter Zugang zu kindgerechter Behandlung sowie langfristige psychosoziale Folgen.
Save the Children fordert daher, Behandlungszentren konsequent kinderfreundlich auszustatten, die Verfügbarkeit von Wasser, Hygiene und Schutzmaterial zu sichern und psychosoziale Angebote für betroffene Familien auszubauen. Zugleich wird eine verlässliche Einbindung von Gemeindevertretern und Gesundheitshelfern betont, um Aufklärung, Prävention und die Akzeptanz von Maßnahmen zu verbessern.
Aus deutscher Perspektive ist die Warnung auch deshalb relevant, weil sie über den Deutschlandfunk einem breiten Publikum vermittelt wurde und von Save the Children Deutschland mitgetragen wird. Fachinstitutionen in Europa verweisen weiterhin darauf, dass von der Epidemie nach aktuellem Kenntnisstand keine erhöhte Gefahr für die Allgemeinbevölkerung in Europa oder Deutschland ausgeht; Beobachtung, Reisehinweise und Bereitschaftskapazitäten bleiben dennoch aufrechterhalten. Die Situation vor Ort gilt als dynamisch; die weitere Entwicklung hängt wesentlich von Sicherheit, Zugang für Einsatzkräfte und dem Ausbau der klinischen Kapazitäten ab.
Die WHO und beteiligte Hilfswerke mahnen, die internationale Unterstützung verlässlich zu finanzieren und logistisch zu stabilisieren. Für Kinder ist nach übereinstimmenden Lageberichten entscheidend, dass Vorsorgeuntersuchungen, Impfprogramme und Basisgesundheitsdienste während des Ausbruchs nicht zum Erliegen kommen. Wo das gelingt, lassen sich schwere Verläufe häufiger frühzeitig erkennen und familiäre Belastungen abfedern; wo es scheitert, steigt nach bisherigen Erfahrungen die Sterblichkeit – insbesondere bei den Jüngsten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).