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Elf Japankäfer am Flughafen Hannover gefangen – Behörden weiten Kontrollen aus

Am Flughafen Hannover sind seit Juli insgesamt elf Japankäfer nachgewiesen worden. Niedersachsen und Bund verstärken das Monitoring und rufen zur Meldung verdächtiger Funde auf.

Am Flughafen Hannover sind bis zum 9. September 2026 insgesamt elf Exemplare des Japankäfers (Popillia japonica) in Lockstofffallen nachgewiesen worden. Der erste Fund erfolgte im Juli 2026; seitdem wurden zehn weitere Fänge registriert, teilten die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und zuständige Behörden am Mittwoch mit. Der Japankäfer ist in der Europäischen Union ein meldepflichtiger Quarantäneschädling.

Nach Behördenangaben wurden am Flughafen vorsorglich Lockstofffallen installiert und in kurzen Intervallen kontrolliert. Ein Nachweis an einem Verkehrsknotenpunkt lasse nicht automatisch auf eine lokale Etablierung schließen. Gleichwohl gelten internationaler Luftverkehr und der Transport von Pflanzenmaterial als zentrale Einschleppungswege. Das Julius Kühn-Institut empfiehlt daher verstärkte Kontrollen an Einfallspunkten sowie die umgehende Meldung verdächtiger Funde an die Pflanzenschutzdienste.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft verweist darauf, dass in Deutschland bislang keine flächendeckende Etablierung des Schädlings vorliegt. In mehreren Ländern wurden in diesem Jahr jedoch Funde dokumentiert und lokal begrenzte Maßnahmen angeordnet. Dazu zählten Monitoringzonen, das Entfernen befallener Pflanzen und – je nach Lage – zeitlich befristete Quarantäneauflagen für besonders gefährdete Areale. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen kündigte an, das Monitoring am Flughafen Hannover fortzusetzen und die Ergebnisse fortlaufend auszuwerten.

Der Japankäfer befällt eine Vielzahl von Nutz- und Zierpflanzen. Erwachsene Käfer fressen Blätter, Blüten und Früchte; die Larven schädigen Grasnarben und Wurzeln. Sichtbare Hinweise können Skelettierfraß an Blättern, Bündelansammlungen von Käfern an sonnenexponierten Pflanzen sowie braune, lückige Rasenflächen sein. Fachleute raten, verdächtige Tiere nicht freizusetzen, sondern gesichert zu verpacken und mit Fundort, Datum und Kontaktdaten an den Pflanzenschutzdienst Niedersachsen zu melden. Für private Gärten werden das sorgfältige Prüfen neu erworbener Pflanzen und das Vermeiden unkontrollierten Pflanzenverkehrs empfohlen.

Die Behörden betonen, dass rasches Melden und engmaschiges Monitoring entscheidend sind, um eine Ansiedlung zu verhindern. Ob weitergehende Bekämpfungsmaßnahmen am Standort Hannover nötig werden, hängt von künftigen Funden und der Bewertung durch die Fachinstitutionen ab. Ziel ist es, mögliche Einträge früh zu erkennen, Ausbreitungswege zu unterbrechen und Risiken für Landwirtschaft, Obstbau, Weinbau und Zierpflanzenbau zu begrenzen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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