Berlin

Eralp wirbt für ein Rotes Rathaus und setzt den Schwerpunkt auf Wohnen

Die Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp hat in einer rbb24-Reportage vom 27. August 2026 ihre Wohnungs- und Mietenagenda für die Berlin-Wahl vorgestellt.

Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Partei Die Linke für die Abgeordnetenhauswahl in Berlin am 20. September 2026, hat in einer Reportage von rbb24 vom 27. August 2026 ihren Wahlkampfschwerpunkt bekräftigt: Wohnen und Mieten. Ihr Ziel fasst sie mit dem Bild eines „richtig Roten Rathauses“ zusammen. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau des sozialen Wohnungsbaus, strengere Regeln für landeseigene Wohnungsunternehmen und die Rückführung großer privater Bestände in öffentliches Eigentum.

Tatsache ist: Der Berliner Volksentscheid von 2021 zur Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen hat politischen Nachdruck erzeugt, die rechtliche Umsetzung ist jedoch weiterhin umstritten. Eralp stellt Vergesellschaftung als Teil eines Bündels dar: Neben möglichen Überführungen gegen Entschädigung nennt sie ein dauerhaftes Programm für Sozialwohnungsbau und konsequente Eingriffe gegen überhöhte Mieten. Zugeschriebene Aussagen aus der Reportage betonen, dass Fehler früherer Jahre – darunter der Verkauf landeseigener Wohnungen vor rund 25 Jahren – vermieden werden sollen.

Der aktuelle Anlass der Berichterstattung ist die rbb24-Reportage, die Eralps Auftritte in Berliner Kiezen dokumentiert. Sie zeigt eine Kandidatin, die das Thema Wohnen zum zentralen Prüfstein ihrer Kampagne macht und auf persönliche Gespräche in den Bezirken setzt. Konkrete Gesetzesinitiativen kündigte sie in der Reportage nicht im Detail an, stellte aber die Richtung klar: mehr öffentliche Steuerung des Wohnungsmarktes und verbindliche soziale Ziele für landeseigene Wohnungsunternehmen.

Politischer Kontext: Das Thema Mieten prägt seit Jahren die Berliner Landespolitik. Während Die Linke auf stärkere Eingriffe und auf die Prüfung der Vergesellschaftung setzt, verweisen Kritikerinnen und Kritiker aus anderen Parteien auf rechtliche Risiken, Haushaltsfragen und die Notwendigkeit, private Investitionen nicht zu verdrängen. Offen bleibt, wie schnell zusätzliche Sozialwohnungen realisiert und wie gerichtsfest mögliche Vergesellschaftungen gestaltet werden könnten. Diese offenen Punkte werden den Wahlkampf bis zur Abgeordnetenhauswahl begleiten.

Prognosen über mögliche Koalitionen oder konkrete Mehrheiten enthält die Reportage nicht. Fest steht jedoch, dass die Wohnungspolitik den Wahlkampf maßgeblich strukturieren dürfte. Die Auseinandersetzung über Vergesellschaftung, Neubau, Bestandsschutz und Aufgaben der landeseigenen Wohnungsunternehmen wird damit zum zentralen Konfliktfeld vor dem 20. September 2026 in Berlin.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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