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Erntebericht: Trockenheit drückt Getreideerträge, Kartoffeln werden teurer

Die Bundesregierung hat am 3. September 2026 den Erntebericht vorgelegt: Hitze und Trockenheit mindern Erträge, bei Kartoffeln ziehen die Erzeugerpreise an.

Die Bundesregierung hat am 3. September 2026 den Erntebericht veröffentlicht. Demnach haben anhaltende Trockenheit im Frühjahr und Hitzestress in wichtigen Vegetationsphasen die Erträge bei mehreren Feldfrüchten gedrückt. Besonders betroffen sind Getreidekulturen; zudem wird eine schwächere Entwicklung bei Kartoffeln berichtet. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft verwies auf die Witterung der vergangenen Monate als Ursache und stellte Prüfungen weiterer Unterstützung für Betriebe in Aussicht.

Laut Ministerium liegt der durchschnittliche Hektarertrag beim Getreide unter dem Vorjahresniveau. Die regionalen Unterschiede sind deutlich: In Norddeutschland fallen die Rückgänge teils stärker aus als in Regionen mit günstigeren Niederschlägen. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen litten Weizen und spätere Rapssätze in Teilen von Niedersachsen und Schleswig-Holstein besonders unter Hitze und Trockenheit. Wintergerste habe sich regional robuster gezeigt, da sie vielerorts früher geerntet wurde und damit weniger Hitzespitzen ausgesetzt war.

Bei Kartoffeln berichten Erzeuger und Verbände von kleineren Knollen und teils geringeren Flächenerträgen. Erste Marktreaktionen sind spürbar: Erzeugerpreise steigen, Verarbeiter melden höhere Preisniveaus in Vorverträgen. Nach Einschätzung aus der Branche könnte sich die Anbaufläche in Teilen reduziert haben, was das Angebot zusätzlich verknappt. Kurzfristig ist daher mit teureren Speisekartoffeln im Einzelhandel zu rechnen. Das Ministerium betont zugleich, dass die weitere Preisentwicklung von Lagerbeständen, Importen und der Nachfrage der Verarbeitung abhängt.

Statistische Einordnungen des Statistischen Bundesamtes und der BMEL-Statistik stützen den Gesamttrend, weisen jedoch auf Unsicherheiten hin: Erntezahlen variieren je nach Bundesland und Kultur deutlich und werden im Verlauf des Herbstes fortgeschrieben. Die Bundesregierung verweist auf bestehende Liquiditätshilfen im Agrarbereich und prüft zusätzliche Schritte, um witterungsbedingte Engpässe abzufedern. Konkrete neue Programme wurden am Tag der Vorlage nicht beschlossen.

In der Gesamtbilanz fällt die Ernte 2026 heterogen, aber überwiegend unterdurchschnittlich aus. Für Verbraucher sind witterungsbedingt steigende Kartoffelpreise kurzfristig wahrscheinlich. Wie groß die Einbußen bei Getreide am Ende ausfallen und in welchem Umfang sich dies auf Lebensmittelpreise durchschlägt, hängt von den endgültigen Erntezahlen, der Qualität der Ware, internationalen Märkten und der weiteren Witterung in der Späternte ab.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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