Eine 52 Jahre alte Frau aus Ludwigshafen ist nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz am 11. September 2026 Opfer einer Betrugsmasche geworden. Die Kontaktaufnahme erfolgte per WhatsApp; die Täter gaben sich zunächst als Elon Musk aus und stellten hohe Gewinne in Aussicht. In der Folge kaufte die Geschädigte über mehrere Wochen Apple-Geschenkkarten im Gesamtwert von rund 10.000 Euro und übermittelte die darauf vermerkten Codes.
Später meldete sich eine weitere Kontaktperson unter dem Namen Lory Dartz und kündigte an, das versprochene Geld am 9. September 2026 persönlich zu übergeben. Die Übergabe blieb aus. Stattdessen behauptete die angebliche Kontaktperson, von der Polizei aufgegriffen worden zu sein, und forderte zusätzlich 650 Euro. Dieser weiteren Geldforderung kam die 52-Jährige nicht nach. Das Polizeipräsidium Rheinpfalz bestätigte den Fall und spricht von einem typischen Muster bei Gewinn- und Kontaktbetrügereien.
Die Polizei weist darauf hin, dass solche Taten oft mit hochrangig klingenden Identitäten, vermeintlichen Prominenten oder dienstlichen Titeln begründet werden. Charakteristisch seien der Erstkontakt über Messenger, unrealistische Gewinnversprechen sowie die Forderung nach Übermittlung von Gutscheincodes oder schnellen Überweisungen. Prepaid-Produkte wie Apple-Geschenkkarten würden von Betrügern gezielt genutzt, weil die Codes unmittelbar weitergegeben werden können und Rückbuchungen in der Regel nicht möglich sind.
Konkrete Erkenntnisse zu Tätern, Hintermännern oder Geldflüssen lagen der Polizei zum Zeitpunkt der Mitteilung nicht vor. Die Ermittlungen dauern an; zu operativen Maßnahmen machten Polizei und Staatsanwaltschaft keine Angaben. Die Behörde rät Betroffenen, den Kontakt sofort abzubrechen, keine weiteren Codes oder Zahlungen zu leisten und umgehend Anzeige zu erstatten. Wichtige Beweismittel sind Chatverläufe als Screenshots, Kaufbelege und Zahlungsnachweise.
In der Region werden immer wieder Fälle von Romance- oder Gewinnbetrug registriert. Die Polizei warnt, dass neben dem finanziellen Verlust häufig psychische Belastungen und Scham eine Rolle spielen und Anzeigen deshalb oft verzögert erfolgen. Präventionsstellen der Polizei sowie Verbraucherzentralen bieten Hinweise, woran zweifelhafte Kontakte erkennbar sind, und unterstützen bei der Sicherung von Beweisen sowie bei weiteren Schritten.
Der aktuelle Fall verdeutlicht nach Einschätzung der Ermittler, dass Identitätsmissbrauch prominenter Namen kein Vertrauenssignal ist. Wer per Messenger zu Eilentscheidungen, Zahlungen oder zur Weitergabe von Gutscheincodes gedrängt wird, sollte skeptisch bleiben und unabhängige Verifikation suchen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).