Der Bund hat Niedersachsen nach Angaben des Umweltministeriums am 9. September 2026 die Auswahl mehrerer Leuchtturmregionen für die Förderung aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) mit der so genannten „Palu“-Richtlinie bestätigt. Damit stehen dem Land nach Mitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz Fördermittel in Höhe von „rund 500 Millionen Euro“ in Aussicht, die für Maßnahmen zur dauerhaften und weitgehenden Wiedervernässung land- und forstwirtschaftlich genutzter Moorböden sowie zur Unterstützung naturnaher Nutzungsformen bestimmt sind. ([umwelt.niedersachsen.de](https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/rund-500-millionen-euro-fur-die-moorentwicklung-in-niedersachsen-253680.html?utm_source=openai))
Nach Angaben des Landes sollen die Mittel mehrere Vorhaben bündeln: gezielte Wiedervernässungen, Förderung moorschonender Landbewirtschaftung, Entwicklung regionaler Wertschöpfungsketten für nasse Nutzung (Paludikultur) sowie Begleitmaßnahmen zur Beratung und Infrastruktur. Das Ministerium hebt hervor, dass Niedersachsen als das flächenmäßig moorreichste Bundesland eine besondere Verantwortung für die Emissionsminderung aus Moorböden trage; Ziel ist, durch Renaturierung und veränderte Nutzung die Treibhausgasemissionen zu verringern. ([umwelt.niedersachsen.de](https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/rund-500-millionen-euro-fur-die-moorentwicklung-in-niedersachsen-253680.html?utm_source=openai))
Das Bundesumweltministerium hatte die Förderrichtlinie im April 2026 erlassen und in den dazugehörigen Fragen und Antworten die rechtlichen und finanziellen Eckpunkte zusammengefasst. Dort heißt es, die Richtlinie ziele auf die Erprobung und Verbreitung nasser Bewirtschaftungsweisen und die dauerhafte Wiederherstellung hochgradig kohlenstoffreicher Böden. Die Förderung sei Teil einer Bund-Länder-Initiative zur Umsetzung der Nationalen Moorschutzstrategie. ([bundesumweltministerium.de](https://www.bundesumweltministerium.de/presse/fragen-und-antworten-faq/cluster/wiedervernaessung-von-land-und-forstwirtschaftlich-genutzten-moorboeden?utm_source=openai))
Kritische Stimmen und Naturschutzverbände fordern zugleich klare Vorgaben für den Natur- und Artenschutz sowie verlässliche Mitfinanzierung für betroffene Landwirte. Der Bund sieht nach den veröffentlichten Informationen eine Ko-Finanzierung vor; konkrete Bewilligungen und Zeitpläne für einzelne Projekte sollen nach Auswahlverfahren und Förderanträgen folgen. Bereits bestehende Landesprogramme wie „Niedersächsische Moorlandschaften“ und laufende LIFE-Teilprojekte werden nach Einschätzung des Ministeriums mit den Bundesmitteln verknüpft. ([umwelt.niedersachsen.de](https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/34-millionen-euro-fur-die-wiederherstellung-von-drei-mooren-in-der-region-hannover-247828.html?utm_source=openai))
Offene Fragen betreffen Umfang und Verteilung der Mittel auf Regionen, die Kofinanzierung durch Land und Kommunen sowie die praktische Umsetzung auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Das Land kündigte an, nun in den kommenden Wochen Förderanträge und Kooperationsvereinbarungen zu konkretisieren; endgültige Bewilligungsbescheide des Bundes stehen noch aus. Die Entscheidung des Bundes markiert jedoch einen bedeutenden Schritt für den Moorschutz in Niedersachsen und für Maßnahmen, die Klimaschutz mit regionaler Entwicklung verbinden. ([umwelt.niedersachsen.de](https://www.umwelt.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/rund-500-millionen-euro-fur-die-moorentwicklung-in-niedersachsen-253680.html?utm_source=openai))
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).