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Feuerriepl ist Oberlausitzer Wort des Jahres 2026

Der Lusatia-Verband hat am 21. August 2026 das Oberlausitzer Wort des Jahres bekanntgegeben: „Feuerriepl“ – ein Dialektwort für Schornsteinfeger. Die diesjährige Wahl stand unter dem Motto humorvoller Berufsbezeichnungen.

Feuerriepl“ ist das Oberlausitzer Wort des Jahres 2026. Das gab der Lusatia-Verband am 21. August bekannt. Der Ausdruck bezeichnet in der Oberlausitzer Mundart einen Schornsteinfeger. Nach Angaben des Verbandes stand die diesjährige Wahl unter dem Motto „humorvolle Bezeichnungen von Berufen, Beschäftigungen und Tätigkeiten“. MDR Sachsen berichtete über die Entscheidung.

Die Bekanntgabe erfolgte zum Tag der Oberlausitz, der alljährlich auf die regionale Kultur aufmerksam macht. Mit der Wahl will der Lusatia-Verband das öffentliche Interesse an der Oberlausitzer Mundart stärken und deren Wörterbuchtradition sichtbarer machen. Das Format versteht sich als kulturelle Auszeichnung: Es soll einen charakteristischen, im Alltagsgebrauch verankerten Begriff ins Licht rücken, ohne eine wissenschaftliche Rangordnung in der Dialektforschung zu beanspruchen.

Die Oberlausitz verfügt über eine vielgestaltige Dialektlandschaft, deren Wortschatz in Sammlungen, Heimatpublikationen und Vorträgen dokumentiert ist. Das Oberlausitzer Wort des Jahres knüpft daran an, indem es jeweils einen Begriff auswählt, der nach Einschätzung der Organisatoren Sprachwitz, regionale Prägung und Verständlichkeit verbindet. „Feuerriepl“ erfüllt diese Kriterien, weil die Bezeichnung eine Tätigkeit – das Kehren des Kamins – bildhaft aufgreift und zugleich auf einen bekannten Beruf verweist.

Nach Verbandsangaben beteiligen sich an der Kür regelmäßig interessierte Kreise aus Vereinen, Kulturinitiativen und Dialektfreunden der Region. Die Entscheidung wird öffentlich kommuniziert und mit begleitenden Hinweisen zur Bedeutung und Verwendung des ausgewählten Wortes versehen. Ziel ist es, lokale Identität und sprachliche Vielfalt der Oberlausitz auch in Bildungseinrichtungen, Bibliotheken und Museen präsent zu halten.

Die Wahl des Oberlausitzer Wort des Jahres ist damit weniger Wettbewerb als Anlass zur Vermittlung: Sie bündelt Aufmerksamkeit, lädt zur Auseinandersetzung mit regionalsprachlichen Ausdrücken ein und liefert Anknüpfungspunkte für Veranstaltungen. Der Lusatia-Verband verweist in diesem Zusammenhang auf sein Engagement für die Pflege und Verbreitung der Oberlausitzer Mundart. Dass in diesem Jahr ein Berufsbegriff im Vordergrund steht, folgt dem gewählten Motto und ordnet sich in eine Reihe früherer Kürungen ein, die unterschiedliche Wortfelder betonten.

Die Auszeichnung für „Feuerriepl“ zeigt, wie Dialekt als kulturelle Ressource wirkt: Er stiftet Zugehörigkeit, eröffnet historische Bezüge und macht sprachliche Kreativität der Oberlausitz erfahrbar – jenseits normativer Debatten über richtig oder falsch.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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