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Feuerwehr Igersheim-Harthausen rüstet Güllefass zum Löschfahrzeug um

Die Abteilung Harthausen der Freiwilligen Feuerwehr Igersheim hat ein 6.000-Liter-Güllefass in Dienst gestellt, um bei Vegetationsbränden die Wasserversorgung zu sichern. Die Vorstellung fiel mit der Einweihung des neuen Gerätehauses zusammen.

Die Freiwillige Feuerwehr IgersheimHarthausen hat am 18. September 2026 ein umgerüstetes 6.000-Liter-Güllefass als zusätzliches Löschfahrzeug in Dienst gestellt. Nach Angaben der Wehr kann der Anhänger Wasser aufnehmen, fördern und über genormte Anschlüsse an Schlauchleitungen abgeben. Das System ist vor allem für Einsätze bei Wald- und Flächenbränden gedacht, bei denen die Wasserversorgung in Außenbereichen oft lückenhaft ist. Die Vorstellung des Fahrzeugs erfolgte in Harthausen zeitnah zur Einweihung des neuen Gerätehauses.

Hintergrund ist die begrenzte Verfügbarkeit fester Löschwasserquellen in ländlichen Gebieten. Ein großes Fass auf einem landwirtschaftlichen Anhänger kann an abgelegenen Einsatzstellen als mobile Reserve dienen und die Zahl der Pendelfahrten zwischen Entnahmestelle und Brandort verringern. Die Feuerwehr betont, dass vorhandene Technik kostenschonend genutzt wird: Das Güllefass wurde technisch so angepasst, dass es den Anforderungen im Einsatz gerecht wird.

In die Struktur der Abteilung Harthausen fügt sich der Umbau als logistisches Ergänzungsfahrzeug ein. Vor Ort stehen bislang ein Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser und ein Mannschaftstransportfahrzeug zur Verfügung. Das Fass soll nach Feuerwehrangaben vor allem längere oder flächenhafte Einsätze unterstützen, bei denen über Distanzen kontinuierlich Wasser nachzuführen ist.

Sicherheits- und Zulassungsaspekte wurden laut Feuerwehr berücksichtigt. Dazu zählen eine technische Abnahme, die eindeutige Kennzeichnung für den Feuerwehreinsatz, passende Kupplungen, eine ausreichend dimensionierte Pumpe und die Prüfung auf Dichtigkeit. Das Fass ist nicht für Trinkwasser vorgesehen, sondern dient ausschließlich der Brandbekämpfung.

Die Umnutzung landwirtschaftlicher Behälter für Löschzwecke wird regional vermehrt diskutiert, seit Hitze- und Trockenphasen die Gefahr von Vegetationsbränden erhöhen. Der Südwestrundfunk berichtet, dass Kommunen und Wehren angesichts knapper Haushaltsmittel nach pragmatischen Lösungen suchen, um Reichweite und Wirkung von Einsätzen zu verbessern. Die Tagesschau greift den regionalen Bericht auf. Für Igersheim erwartet die Feuerwehr vor allem operative Effekte: kürzere Wege zur Wasserentnahme, weniger Unterbrechungen beim Nachschub und eine Entzerrung der Abläufe an der Einsatzstelle.

Ob solche Umbauten auf Dauer spezialisierte Beschaffungen ersetzen oder nur überbrücken, bleibt eine Entscheidung der Gemeinde Igersheim. Dafür sind weitere Erfahrungen im Einsatz, technische Bewertungen und Abwägungen der Kosten maßgeblich.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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