In Berlin-Neukölln ist am 26. August 2026 am Weigandufer eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt und noch am Abend erfolgreich entschärft worden. Nach Angaben der Polizei Berlin lag der Sprengkörper im Neuköllner Schifffahrtskanal und wurde bei Kanalarbeiten gefunden. Wegen der Größe des Fundes – der Sprengsatz wog demnach rund 100 Kilogramm – richteten die Einsatzkräfte einen Sperrkreis ein und ordneten umfangreiche Evakuierungen an.
Betroffen waren rund 5.600 Haushalte im Umfeld des Fundorts. Das Bezirksamt Neukölln unterstützte Anwohnerinnen und Anwohner, darunter mobilitätseingeschränkte Personen, bei der Räumung. Laut Polizei war die Evakuierung am Abend abgeschlossen; anschließend entschärfte der Kampfmittelräumdienst den Sprengkörper. Verletzte wurden nicht gemeldet, nach der Entschärfung hob die Polizei die Straßensperren und Verkehrslenkungen schrittweise auf.
Der Fundort liegt zwischen Teupitzer Straße und Treptower Straße am Weigandufer. Die Bombe kam im Zuge von Tiefbau- beziehungsweise Kanalarbeiten zutage. Solche Funde sind in Berlin nicht ungewöhnlich; insbesondere bei größeren Sprengkörpern veranlassen die Behörden regelmäßig Evakuierungen, um Risiken durch mögliche instabile Zünder zu minimieren. Die Einsatzleitung hatte zuvor klargestellt, dass über den Zeitpunkt der Entschärfung erst nach vollständiger Räumung des Sperrkreises entschieden werde.
Koordiniert wurde der Einsatz durch die Polizei Berlin. Der landesweit zuständige Kampfmittelräumdienst übernimmt in solchen Lagen die technische Beurteilung und Entschärfung, während die Polizei die Absperrungen durchsetzt und die Räumung anordnet. Die Maßnahmen stützten sich auf die in Berlin üblichen polizeilichen Allgemeinverfügungen für Bombenentschärfungen. Das Bezirksamt Neukölln richtete Anlaufstellen ein und organisierte Unterstützung für Menschen, die ihre Wohnungen nicht eigenständig verlassen konnten. Während der Maßnahmen informierten Polizei Berlin, das Bezirksamt Neukölln sowie das bundesweite Warnsystem fortlaufend über Evakuierungsumfang, Straßensperrungen und Anlaufstellen.
Nach der Entschärfung konnten die Anwohnerinnen und Anwohner in ihre Wohnungen zurückkehren. Der Vorfall unterstreicht die weiterhin bestehende Belastung durch Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg in der Hauptstadt. Die abgestimmte Zusammenarbeit von Polizei Berlin, Bezirksamt Neukölln und Kampfmittelräumdienst gilt in solchen Lagen als zentral, um Menschen zu schützen und Infrastruktur zu sichern. Nach Behördenangaben verlief der Einsatz geordnet; die Gefahr war mit der Entschärfung am späten Abend gebannt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).