Politik

Frauenanteil in Länderparlamenten steigt auf 33,4 Prozent

Zum Stichtag 1. September 2026 lag der Frauenanteil in den Länderparlamenten bei 33,4 Prozent. Destatis verweist auf leichte Verschiebungen nach den Wahlen im März.

In den Parlamenten der deutschen Länder sind zum Stichtag 1. September 2026 im Schnitt 33,4 Prozent der Abgeordneten Frauen. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Zuwachs um 0,2 Prozentpunkte. Damit bleibt der Frauenanteil auf Landesebene knapp ein Drittel der Mandate.

Als aktueller Auslöser für die leichte Veränderung nennt Destatis die Landtagswahlen im März 2026. In Baden-Württemberg stieg der Anteil weiblicher Abgeordneter nach der Wahl, während er in Rheinland-Pfalz leicht zurückging. Die aggregierten Länderwerte ergeben daraus insgesamt ein geringes Plus. Angaben zu den einzelnen Länderquoten veröffentlicht Destatis in seinen Gleichstellungsindikatoren.

Im längeren Vergleich zeigt sich nur eine moderate Entwicklung: Seit 2008, als entsprechende Daten erstmals im Gleichstellungsatlas veröffentlicht wurden, erhöhte sich der Frauenanteil in Länderparlamenten von rund 32,3 Prozent auf nun 33,4 Prozent. Die Reihe dokumentiert damit eine über die Jahre weitgehend stabile, nur leicht steigende Repräsentanz von Frauen auf Landesebene.

Die Daten erfassen den zum Stichtag gültigen Sitzbestand in allen Länderparlamenten. Methodisch stützt sich Destatis auf die amtliche Zusammenführung der Mandatszusammensetzungen nach Geschlecht. Veränderungen im Zeitablauf entstehen insbesondere durch Landtagswahlen, Mandatswechsel und Nachrückverfahren. Unterschiede zwischen den Ländern spiegeln unter anderem die jeweiligen Wahlsysteme und parteiinternen Aufstellungspraktiken wider; Destatis weist jedoch keine Ursachen zu, sondern berichtet den Bestand.

Politisch bleibt die Frage der Repräsentanz von Frauen damit aktuell. In mehreren Ländern werden Paritätsregelungen und Maßnahmen der Parteien zur Förderung von Kandidatinnen diskutiert. Ob und in welchem Umfang solche Instrumente die Zusammensetzungen künftig verändern, ist eine offene, von der Wissenschaft und den politischen Akteuren zu klärende Frage und nicht Gegenstand der amtlichen Statistik.

Die aktuelle Mitteilung ordnet sich in die Veröffentlichungen der Gleichstellungsindikatoren des Bundes ein. Neben den Länderparlamenten werden dort auch Daten zur Vertretung von Frauen im Bundestag und in kommunalen Vertretungen geführt. Kooperations- und Bezugspunkt für die längerfristige Einordnung ist der Gleichstellungsatlas des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Destatis betont, dass die nun veröffentlichte Quote ein Stichtagswert ist; Änderungen in einzelnen Landtagen nach spätere Nachrückfällen oder weiteren Wahlen werden in den fortlaufenden Aktualisierungen abgebildet.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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