Aktuell

Galeria stellt erneut Insolvenzantrag beim Amtsgericht Düsseldorf

Die Warenhauskette Galeria hat am 2. Oktober 2026 beim Amtsgericht Düsseldorf erneut Insolvenz beantragt. Der Betrieb in 83 Filialen läuft vorerst weiter; rund 12.000 Beschäftigte sind betroffen.

Die Warenhauskette Galeria hat am 2. Oktober 2026 beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Das bestätigte das Unternehmen nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur am Morgen. Der Geschäftsbetrieb in den noch geöffneten 83 Filialen soll vorerst fortgeführt werden. Etwa 12.000 Beschäftigte sind betroffen.

Es ist der vierte Insolvenzantrag innerhalb von sechs Jahren; frühere Verfahren datieren auf 2020, 2022 und 2024. Nach übereinstimmenden Medienberichten sind die Umsätze in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Unternehmenskreise und das Handelsblatt berichten zudem von einer nahezu ausgeschöpften Kreditlinie von rund 160 Millionen Euro. In der aktuellen Mitteilung verweist Galeria auf die angespannte Finanzlage, ohne konkrete Kennzahlen zu nennen.

Rechtlich schafft der Antrag den Rahmen für geordnete Sanierungsschritte oder eine Abwicklung. Ob das Verfahren als Regelinsolvenzverfahren oder in Eigenverwaltung geführt wird, war zunächst offen. Das Handelsblatt meldete unter Berufung auf Unternehmenskreise, dass mit einem Regelinsolvenzverfahren gerechnet werde. Über die Verfahrensart, die Bestellung eines Insolvenzverwalters und die Anwendung von Sicherungsmechanismen wie der Insolvenzgeldvorfinanzierung entscheidet nun das Amtsgericht Düsseldorf.

Die erneute Krise trifft viele Innenstädte: Galeria ist häufig Ankermieter an zentralen Lagen. Bereits in früheren Verfahren führten Schließungen zu sinkender Frequenz und Belastungen bei Vermietern. Kommunen beobachten die Entwicklung mit Blick auf Mieten, Nachnutzungen und Stadtentwicklung. Gewerkschaften fordern in solchen Situationen regelmäßig Beschäftigungssicherung und transparente Verhandlungen mit Eigentümern und Lieferanten. Konkrete politische oder gewerkschaftliche Stellungnahmen zu dem aktuellen Antrag lagen zunächst nicht vor.

Für Kundinnen und Kunden sowie Lieferanten kündigte Galeria an, zeitnah über nächste Schritte zu informieren. Aussagen zu Sanierungsplänen, zur Beteiligung potenzieller Investoren oder zu einem möglichen Filialnetzkonzept wurden nicht gemacht. Wie viele Standorte langfristig bestehen bleiben können, hängt von den Verhandlungen mit Gläubigern und Vermietern sowie der Entscheidung des Gerichts ab.

Die Lage der Warenhauskette ist von überregionaler Bedeutung für den Einzelhandel in Deutschland. Entscheidungen in Düsseldorf werden in den kommenden Tagen präzisieren, ob eine Fortführung im Schutz eines geordneten Verfahrens möglich ist oder weitere Einschnitte bevorstehen. Bis dahin bleibt unklar, welche Folgen der Antrag für die Belegschaft, die Standorte und die kommunale Wirtschaftsplanung konkret haben wird.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk