Kultur

German Films nominiert „Everytime“ von Sandra Wollner als deutschen Oscar-Beitrag

German Films hat in München den Film „Everytime“ von Sandra Wollner als deutschen Beitrag für den Oscar in der Kategorie Bester internationaler Film benannt.

German Films hat am 25. August 2026 in München den Spielfilm „Everytime“ der Regisseurin und Drehbuchautorin Sandra Wollner als deutschen Beitrag für die Oscar-Kategorie Bester internationaler Film bekanntgegeben. Die Entscheidung traf eine von German Films eingesetzte unabhängige Auswahljury, die am 24. und 25. August tagte.

Der Film ist eine deutsch-österreichische Koproduktion. „Everytime“ lief 2026 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes in der Sektion Un Certain Regard und erhielt dort Aufmerksamkeit im Feuilleton. Mit der Nominierung folgt German Films der langjährigen Praxis, pro Oscar-Jahrgang genau einen Titel für die Kategorie Bester internationaler Film einzureichen. Die Academy Awards vergeben den Preis an einen nicht-englischsprachigen Beitrag, der jeweils offiziell von einem Land nominiert wird.

Zum Auswahlverfahren in Deutschland teilte German Films mit, dass elf Produktionen geprüft wurden. In der Jury waren Vertreterinnen und Vertreter der Produzentenverbände, der Kino- und Verleihbranche sowie der Deutschen Filmakademie beteiligt. Kriterien sind unter anderem künstlerische Qualität, internationale Auswertbarkeit und Regelkonformität im Hinblick auf Starttermine und Screening-Anforderungen der Academy Awards.

Die Academy veröffentlicht voraussichtlich Mitte Dezember ihre 15 Titel umfassende Shortlist für die Kategorie Bester internationaler Film. Die fünf Nominierten sollen im Januar 2027 genannt werden, die Oscarverleihung ist für März 2027 terminiert. Diese Termine sind branchenüblich, formale Bestätigungen der Academy stehen turnusgemäß noch aus.

Branchenkreise verweisen darauf, dass Festivalpräsenz und internationale Resonanz für die Sichtbarkeit in der Vorauswahl entscheidend sind. Dass „Everytime“ in Cannes gezeigt wurde, erhöht die Wahrnehmung im Academy-Umfeld. Welche Chancen der Beitrag im weiteren Verfahren besitzt, bleibt offen und hängt von der Konkurrenzlage sowie der Sichtungspraxis der stimmberechtigten Mitglieder ab. Aussagen über zusätzliche deutsche Titel im laufenden Oscar-Jahrgang beziehen sich auf brancheninterne Erwartungen; maßgeblich bleibt die offizielle Kommunikation der Academy und der jeweiligen Ländervertretungen.

Mit der Benennung Wollners setzt German Films die Linie fort, künstlerisch profilierte Arthouse-Produktionen mit Festivalmeriten ins Rennen zu schicken. Für die deutsche Filmwirtschaft ist die Auswahl mehr als eine Symbolentscheidung: Eine Platzierung auf der Shortlist oder eine Nominierung steigert erfahrungsgemäß die internationale Auswertung, erleichtert den Verkauf in weitere Territorien und kann Folgefinanzierungen für beteiligte Produktionsfirmen und Talente begünstigen.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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