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Gewerkschaften sehen AfD-Erfolg als Folge sozialpolitischer Verunsicherung

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 warnen DGB, GEW und weitere Gewerkschaften vor den Folgen von Sozialabbau; sie machen auch die Bundespolitik mitverantwortlich.

Die Gewerkschaften haben den Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt (6. September 2026) als Folge sozialer Verunsicherung und politischer Fehlsteuerung gewertet. In Presseerklärungen und Kommentaren am 6. und 7. September bezeichneten Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Sozialkürzungen und Reformvorschläge, die auf Einschnitte für Beschäftigte zielen, als Nährboden für rechtspopulistische und rechtsextreme Bewegungen. Der Vorsitzende des DGB Baden-Württemberg, Kai Burmeister, formulierte in einer Stellungnahme: „Wer die Sorgen der Menschen rund um Jobverlust und soziale Sicherheit nicht ernst nimmt, betreibt Sozialabbau – und Sozialabbau ist ein Konjunkturprogramm für Rechtsextremisten.“ (DGB, 7. September 2026). ([swr.de](https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/reaktionen-wirtschaft-sachsen-anhalt-wahl-2026-afd-siegmund-100.html?utm_source=openai))

Als unmittelbarer Anlass nennen die Gewerkschaften sowohl das hohe AfD-Ergebnis in Sachsen-Anhalt als auch die Debatte um bundesweite Reformvorhaben, etwa bei Rente, Pflege und Bürgergeld. Die GEW wies zugleich auf die besonderen Gefährdungen im Bildungsbereich hin: Forderungen der AfD-Landesorganisation, Inklusion zurückzufahren oder Programme gegen Rassismus zu streichen, würden verfassungsrechtliche und völkerrechtliche Normen berühren, heißt es in einer Erklärung vom 7. September 2026. Die GEW forderte, demokratische Parteien müssten bei der bevorstehenden Regierungsbildung „zusammenstehen“ und AfD-Positionen aus Koalitionsverträgen ausschließen. ([gew.de](https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/jetzt-geht-es-bei-der-regierungsbildung-um-alles))

Politisch ordnen die Gewerkschaften das Ergebnis als Warnsignal an die Bundesregierung ein. Vertreterinnen und Vertreter von Verdi und dem DGB fordern eine Kurskorrektur in Berlin: Statt weiterer Entlastungen für Unternehmen dürfe der Fokus nicht auf Leistungskürzungen für Beschäftigte liegen, heißt es in mehreren Erklärungen und Medienberichten. Die Debatte um strukturelle Reformen werde nun verschärft geführt; Gewerkschaften kündigten gleichzeitig Mobilisierungen an, etwa einen DGB-Aktionstag gegen Sozialabbau am 26. September 2026. ([taz.de](https://taz.de/Reform-Diskussion-nach-AfD-Wahlerfolg/%216210807/))

Fakten, Verantwortung und Folgen sind klar getrennt: Die Gewerkschaften belegen die politischen Forderungen vor allem sozialpolitisch – sie weisen auf Zusammenhang von wirtschaftlicher Unsicherheit und politischer Polarisierung hin. Ob konkrete Reformpläne der Bundesregierung direkt zum Wahlerfolg der AfD geführt haben, bleibt Gegenstand politischer Bewertung; die Gewerkschaften sehen jedoch eine Verantwortung der Bundespolitik, die sozialen Folgen von Reformen abzufedern. Die weitere Entwicklung wird maßgeblich von der Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt und der Debatte in Berlin abhängen. ([tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/swr-bw-newsticker-am-morgen-sorgen-in-bw-nach-afd-wahlsieg-in-sachsen-anhalt-100.html))

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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