Die Bundespolizei hat am 7. September 2026 einen Zeugenaufruf zu einem Vorfall in einem Regionalzug der Metronom Eisenbahngesellschaft veröffentlicht. Nach Angaben der Ermittler ereignete sich die Auseinandersetzung vor rund zwei Wochen auf Höhe des Bahnhofs Tostedt im Landkreis Harburg auf der Strecke Bremen–Hamburg. Im Zentrum steht der Verdacht, dass Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes einen Reisenden nach einem Streit an den Treppenbereich gedrängt und so gestoßen haben sollen, dass er am Fußgelenk verletzt wurde.
Die Bundespolizei wertet den Vorgang als möglichen Fall der gefährlichen Körperverletzung. Zugleich liegt nach ihren Angaben eine Gegenanzeige wegen Körperverletzung zum Nachteil eines Zugbegleiters vor. Die genaue Abfolge der Ereignisse, die beteiligten Personen und der Anlass der Auseinandersetzung seien Gegenstand der Ermittlungen. Konkrete Uhrzeitangaben zum Vorfall nannte die Behörde zunächst nicht.
Zuständig ist die Bundespolizeiinspektion Bremen. Die Ermittler bitten Zeuginnen und Zeugen, die den Vorfall im Zug oder am Bahnsteig beobachtet haben, um sachdienliche Hinweise. Ausgewertet werden derzeit Aussagen sowie gegebenenfalls vorhandenes Bild- und Videomaterial.
Die Metronom Eisenbahngesellschaft betreibt den Regionalverkehr auf der Achse Bremen–Hamburg und setzt zur Unterstützung des Zugpersonals in einzelnen Lagen private Sicherheitskräfte ein. Zu dem hier untersuchten Geschehen machte das Unternehmen in den von Medien zitierten Polizeimitteilungen zunächst keine näheren Angaben. Ob und in welcher Form interne Abläufe oder Dienstanweisungen angepasst werden, ist offen.
Körperliche Auseinandersetzungen in Regionalzügen werden von der Bundespolizei regelmäßig als Störungslage im Bahnverkehr registriert. Verfahren wegen Körperverletzung richten sich in solchen Fällen je nach Ermittlungslage gegen Reisende, Zugpersonal oder Sicherheitskräfte. Welche rechtlichen Folgen der Tostedter Vorfall für einzelne Beteiligte haben kann, hängt von der weiteren Beweisaufnahme ab. Feststellungen zum Tatablauf und zu Verantwortlichkeiten sind nach heutigem Stand nicht abgeschlossen.
Die Bundespolizei betont in solchen Verfahren grundsätzlich die Bedeutung unabhängiger Zeugenaussagen. Wer Beobachtungen zum genannten Zeitraum rund um den Bahnhof Tostedt gemacht hat oder relevante Aufnahmen besitzt, wird gebeten, sich bei der Bundespolizeiinspektion Bremen zu melden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).