Kurzmeldung
Am Wochenende des 5. und 6. September 2026 hat die Polizei im Landkreis Ravensburg zwei Jugendliche mit manipulierten Elektrokleinstfahrzeugen gestoppt und die Roller sichergestellt. In Weingarten kontrollierten Einsatzkräfte nach einem Zeugenhinweis einen 14-jährigen Fahrer. Sein E-Scooter lief nach Polizeiangaben rund 30 Kilometer pro Stunde statt der erlaubten 20 und war nicht versichert. In Aulendorf fiel einer Streife am Sonntagabend ein 17-Jähriger auf, dessen Roller mindestens 45 Kilometer pro Stunde erreichte; zudem war ein gefälschtes Versicherungskennzeichen angebracht.
Gegen beide Jugendliche wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet – unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Die Roller wurden beschlagnahmt. Nach Behördenangaben müssen die Halterinnen oder Halter der Fahrzeuge mit strafrechtlichen Folgen rechnen, wenn sie die Nutzung zugelassen haben.
Das Polizeipräsidium Ravensburg verweist zur Begründung verstärkter Kontrollen auf eine Zunahme von Unfällen mit E-Scootern im Zuständigkeitsbereich seit 2020. Demnach wurden in den vergangenen Jahren mehr Vorfälle registriert, bei denen mangelnde Versicherung, verbotene technische Veränderungen oder Alkohol eine Rolle spielten. Unabhängig von den laufenden Verfahren kündigte die Polizei an, Schwerpunktkontrollen fortzusetzen und Präventionsangebote in Zusammenarbeit mit Eltern und Schulen auszubauen.
Für Elektrokleinstfahrzeuge gelten in Deutschland klare Vorgaben: Eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von maximal 20 Kilometern pro Stunde ist Voraussetzung für die Zulassung. Außerdem ist eine gültige Haftpflichtversicherung Pflicht, das Mindestalter beträgt 14 Jahre. Manipulationen, die zu höheren Geschwindigkeiten führen, können eine Fahrerlaubnis erfordern, die Jugendliche in der Regel nicht besitzen. Bei festgestellten Verstößen drohen Bußgelder, Punkte sowie je nach Einzelfall strafrechtliche Ermittlungen, etwa wegen Urkundenfälschung bei falschen Kennzeichen.
Die Polizei betont den sicherheitsrelevanten Hintergrund: Getunte E-Scooter stellen ein erhöhtes Unfallrisiko dar, weil Bremsanlage und Fahrwerk nicht für deutlich höhere Geschwindigkeiten ausgelegt sind. Konkrete Angaben zu den weiteren Sanktionen gegen die betroffenen Jugendlichen lagen über den mitgeteilten Sachverhalt hinaus zunächst nicht vor.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).