Mecklenburg-Vorpommern

Zug der Ostdeutschen Eisenbahn in Parchim großflächig besprüht

Unbekannte haben in der Nacht zum 4. September 2026 einen abgestellten Zug der Ostdeutschen Eisenbahn im Bahnhof Parchim auf rund 15 Quadratmetern besprüht. Die Bundespolizeiinspektion Rostock ermittelt und sucht Zeuginnen und Zeugen.

Kurzmeldung

Unbekannte haben in der Nacht vom 3. auf den 4. September 2026 einen im Abstellgleis des Bahnhofs Parchim stehenden Personenzug der Ostdeutschen Eisenbahn (ODEG) großflächig mit Farbe besprüht. Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Rostock informierte die Deutsche Bahn die Behörde am 5. September über den Vorfall. Bei der Spurensicherung wurden Farbschmierereien mit einer Gesamtfläche von etwa 15 Quadratmetern festgestellt; auf einem Wagen waren mehrere Schriftzüge in Rot, Blau, Gelb und Silber zu sehen. Eine Schadenssumme liegt bislang nicht vor.

Die Bundespolizeiinspektion Rostock hat ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet. Sie bittet Personen, die zwischen dem 3. und 4. September 2026 am Bahnhof Parchim Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu beteiligten Personen oder Fahrzeugen geben können, sich zu melden. Zu möglichen Täterinnen oder Tätern, ihrer Anzahl oder einem Motiv machte die Behörde zunächst keine Angaben.

Nach bisherigem Kenntnisstand kam es durch die Schmierereien zu keinen unmittelbaren Einschränkungen im regulären Fahrbetrieb. Ob Reinigungs- oder Instandsetzungsarbeiten zeitweilige Fahrplanabweichungen nach sich ziehen, entscheidet das Unternehmen nach Abschluss der Schadensaufnahme. Die Ostdeutsche Eisenbahn unterhält in Parchim Werkstatt- und Instandhaltungsanlagen, was eine zügige Bearbeitung beschädigter Fahrzeuge ermöglichen kann. Konkrete Maßnahmen nannte das Unternehmen im Zusammenhang mit dem Vorfall nicht.

Der Vorfall reiht sich in regelmäßig registrierte Fälle von Sachbeschädigung an Schienenfahrzeugen in Mecklenburg-Vorpommern ein. Graffiti an Zügen führt häufig zu Ausfällen oder verkürzten Umläufen, weil betroffene Fahrzeuge für Reinigung und Prüfung aus dem Betrieb genommen werden müssen. Die Ermittlungen in Parchim konzentrieren sich nach Behördenangaben auf den Tatzeitraum in der Nacht sowie mögliche Bewegungen im Bereich der Abstellanlage. Ob aus Bild- oder sonstigen Aufzeichnungen verwertbare Hinweise gewonnen werden können, ist derzeit offen.

Weitere Details – darunter die Höhe des Sachschadens oder Aussagen zu Tatverdächtigen – lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am 7. September 2026 nicht vor. Die Bundespolizei kündigte an, über neue Erkenntnisse zu berichten, sobald diese vorliegen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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