Die Polizeiinspektion Harburg hat am 7. September 2026 mitgeteilt, dass der 35-Jährige, der vergangene Woche in Seevetal-Maschen mit einer Schussverletzung gefunden wurde, die Verletzung selbst verursacht hat. Gegen ihn wurden Ermittlungsverfahren wegen Vortäuschen von Straftaten und wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.
Nach bisherigen Erkenntnissen war der Mann am 3. September 2026 gegen Mittag an der Horster Landstraße verletzt aufgefunden und in ein Krankenhaus gebracht worden. Er wurde notoperiert und war danach außer Lebensgefahr. Unmittelbar nach dem Fund hatte die Polizei zunächst von einem möglichen Angriff durch drei Männer gesprochen und eine Fahndung sowie einen Zeugenaufruf ausgelöst.
Bei späteren Vernehmungen räumte der 35-Jährige laut Polizei ein, sich die Schussverletzung selbst zugefügt zu haben. Er machte zuvor widersprüchliche Angaben. Nach seiner Einlassung nannte er den Ermittlern auch den Ort, an dem sich die Waffe befinde. Diese wurde in der Folge gefunden und sichergestellt. Zu seinem möglichen Motiv äußerte sich der Mann laut Polizei nicht.
Die Ermittler prüfen nun die waffenrechtliche Einordnung der sichergestellten Schusswaffe sowie den genauen Ablauf des Geschehens. Parallel wird das Verfahren wegen Vortäuschen von Straftaten geführt. Beide Tatvorwürfe können straf- oder bußgeldrechtliche Folgen haben. Weitere Details, etwa zur Herkunft der Waffe, zur ballistischen Auswertung oder zu der Frage, ob Dritte beteiligt waren, lagen am 7. September 2026 nicht abschließend vor.
Die Polizeiinspektion Harburg bittet weiterhin Personen, die sich am 3. September im Bereich der Horster Landstraße aufgehalten haben, um Hinweise. Relevant sind auch mögliche Dashcam-Aufnahmen von Autofahrern, die den Bereich zur fraglichen Zeit passierten. Zeugen werden gebeten, sich bei der Dienststelle zu melden; die Kontaktdaten sind in den polizeilichen Mitteilungen veröffentlicht.
Der Fall hatte in Seevetal und im Landkreis Harburg zunächst für Verunsicherung gesorgt, weil die erste Lageeinschätzung einen Angriff in einer Wohngegend nahelegte. Mit der neuen Aussage des Verletzten ändert sich die Bewertung der Tatlage grundlegend. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).