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GlaxoSmithKline kündigt Schließung des Impfstoffwerks in Dresden an – rund 640 Stellen betroffen

Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline hat am 10. September 2026 Pläne zur Schließung seines Impfstoffwerks in Dresden angekündigt. Nach Angaben von Gewerkschaft und Betriebsrat sind etwa 640 Beschäftigte gefährdet; die Umsetzung soll innerhalb der kommenden zwei…

Kurzmeldung

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline hat nach Angaben von Betriebsrat und Gewerkschaft am 10. September 2026 die geplante Schließung seines Impfstoffwerks in Dresden bekanntgegeben. Betroffen sind nach übereinstimmenden Meldungen etwa 640 Beschäftigte. Dem Unternehmen zufolge soll die Umsetzung innerhalb eines festen Zeitrahmens erfolgen; in Berichten wird ein Abschluss der Maßnahmen bis spätestens Ende September 2027 beziehungsweise bis 2028 genannt. Konkrete Details zu Sozialplänen, Abfindungen oder möglichen Verlagerungen der Produktion nannte GlaxoSmithKline in den bislang veröffentlichten Stellungnahmen nicht verbindlich.

Der Betriebsrat am Standort, vertreten durch den Vorsitzenden Peter Mißbach, und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) erklärten, sie lehnten die Pläne entschieden ab und forderten die Offenlegung der Entscheidungsgrundlagen. Die Gewerkschaft machte zugleich auf die Bedeutung des Werks für die regionale Beschäftigung und die Impfstoffproduktionskompetenz in Deutschland aufmerksam. Betriebsratsvertreter riefen Politik und Arbeitgeber zu Verhandlungen über Alternativen wie Umstrukturierungen oder staatliche Unterstützungsangebote auf.

Das Werk in Dresden, historisch aus dem Sächsischen Serumwerk hervorgegangen, fertigt seit Jahrzehnten saisonale Grippeimpfstoffe und andere Vakzine; es beliefert nach Unternehmensangaben zahlreiche Länder. Branchenbeobachter und Gewerkschaftsvertreter verweisen auf anhaltenden Druck auf die europäische Impfstoffproduktion nach Auftragseinbrüchen in den vergangenen Jahren sowie auf strukturelle Marktveränderungen.

Für die sächsische Landespolitik und die Wirtschaft bedeutet die Ankündigung kurzfristig eine Herausforderung. Die IG BCE forderte Bund und Freistaat zu einem Standortgipfel auf; mögliche Maßnahmen wie Vermittlungsprogramme, Umschulungen oder staatliche Fördertöpfe wurden bislang nicht verbindlich angekündigt. Aussagen zu politischen Reaktionen, konkreten Hilfen oder finalen Personalplänen sind zum Zeitpunkt der Recherche nicht abschließend belegt und bleiben offen.

Tatsachen: Die Bekanntgabe der Schließungspläne, das Datum 10. September 2026 und die Zahl der Betroffenen beruhen auf Mitteilungen von Betriebsrat und IG BCE sowie auf Berichten mehrerer regionaler und überregionaler Medien. Zeitangaben zum Umsetzungszeitraum entstammen wiedergegebenen Unternehmensangaben in Presseberichten.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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