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Goethe-Institut hält an Arbeit in Russland fest – Zschoch verteidigt Standorte

Die neue Generalsekretärin Gitte Zschoch betont die Bedeutung der Standorte in Moskau, Sankt Petersburg und Nowosibirsk. Anlass ist die Debatte über das Russische Haus in Berlin.

Die neue Generalsekretärin des Goethe-Instituts, Gitte Zschoch, hat die fortgesetzte Arbeit des Instituts in Russland verteidigt. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk am 28. August 2026 sagte sie, die drei Standorte in Moskau, Sankt Petersburg und Nowosibirsk seien für die Vermittlung der deutschen Sprache und für den Kontakt zur russischen Zivilgesellschaft wichtig. Die Aussagen stehen im Kontext der Debatte über das Russisches Haus in Berlin, die Zschoch ausdrücklich von der Tätigkeit des Goethe-Instituts in Russland abgrenzte.

Auslöser der aktuellen Kontroverse sind Berichte über Sicherheits- und Propagandavorwürfe gegen das Russisches Haus, das in Berlin als kulturelle Einrichtung der Russischen Föderation firmiert. In der Folge forderten Politikerinnen und Politiker verschiedener Parteien während des Augusts 2026 verstärkt eine Schließung oder Einschränkung des Betriebs. Das Auswärtige Amt verwies darauf, dass rechtliche Grundlagen und bilaterale Vereinbarungen zu prüfen seien, bevor über weitere Schritte entschieden werde. Konkrete Maßnahmen wurden bis zuletzt nicht verkündet.

Zschoch betonte, die Aufgaben des Goethe-Instituts in Russland lägen in Sprachkursen, Prüfungen, Bildungsangeboten und kulturellem Austausch. Die Präsenz sei reduziert, aber weiterhin vorhanden. Damit verfolge das Institut den Ansatz, auch unter schwierigen politischen Bedingungen Kommunikationskanäle zur Zivilgesellschaft offenzuhalten. Zugleich machte sie deutlich, dass die politische Bewertung anderer russischer Einrichtungen in Deutschland nicht Aufgabe des Goethe-Instituts sei.

Fachleute sehen praktische Folgen, sollte es zu weiteren Einschränkungen kommen: Prüfungs- und Sprachangebote könnten entfallen, Lehrkräfte und Lernende hätten weniger Zugang zu zertifizierten Abschlüssen, und bestehende Netzwerke würden geschwächt. Für die deutsche Kultur- und Außenpolitik stellt sich damit die Frage, wie Sprachförderung, rechtliche Rahmenbedingungen und sicherheitspolitische Erwägungen austariert werden können.

Für die laufende Debatte lassen sich drei Punkte festhalten: Erstens hat Gitte Zschoch am 28. August 2026 öffentlich die Bedeutung der russischen Standorte des Goethe-Instituts unterstrichen. Zweitens gibt es seit Wochen Berichte und politische Forderungen zum Russisches Haus in Berlin. Drittens prüft die Bundesregierung nach eigener Darstellung rechtliche Optionen, ohne bislang Entscheidungen über konkrete Schritte mitzuteilen. Weitere Entwicklungen hängen von diesen Prüfungen und politischen Abwägungen ab.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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