Guido Lambrecht ist zum Schauspieler des Jahres 2026 gewählt worden. Das gab das Fachmagazin Theater heute mit den Ergebnissen seiner jährlichen Kritikerumfrage bekannt. Ausschlaggebend war Lambrechts Auftritt in der Bühnenfassung von Serotonin nach Michel Houellebecq, die unter der Regie von Sebastian Hartmann am Hans-Otto-Theater Potsdam entstanden ist.
Die Auszeichnung basiert auf den Stimmen von Theaterkritikerinnen und Theaterkritikern aus dem deutschsprachigen Raum. Theater heute veröffentlicht die Ergebnisse traditionell zum Ende der Spielzeit. Die Redaktion wertet dabei die Einsendungen einer festen Kritikerjury aus; die Wahl gilt in der Branche als ein verlässlicher Stimmungsindikator. Für Lambrecht markiert die Ehrung einen Höhepunkt seiner Arbeit in Potsdam, wo Serotonin als reduzierte, stark auf Präsenz und Textarbeit konzentrierte Solo-Performance Aufmerksamkeit fand.
Als Theater des Jahres 2026 wurden die Münchner Kammerspiele ausgezeichnet. Auch dieser Titel geht auf die Kritikerumfrage von Theater heute zurück. Damit bestätigen die Jurystimmen die überregionale Wahrnehmung der Kammerspiele in der laufenden Spielzeit. Nach Angaben mehrerer Berichte wurden im Rahmen der Umfrage wie üblich weitere Kategorien ausgezeichnet, darunter Regie- und Ausstattungspreise. Die detaillierten Einzelstimmen und Ranglisten veröffentlicht das Magazin in seiner aktuellen Ausgabe.
Die Entscheidungen sind für die deutsche Theaterlandschaft bedeutsam, weil sie künstlerische Trends markieren. In Potsdam steht mit Serotonin eine Inszenierung im Mittelpunkt, die auf Verdichtung und einen einzelnen Spieler setzt. In München wird ein Ensembletheater gewürdigt, das kontinuierlich überregionale Aufmerksamkeit erzielt. Beide Häuser waren in der abgelaufenen Spielzeit mit Produktionen präsent, die auch in Berlin und anderen Städten diskutiert wurden.
Einordnungen aus überregionalen Medien sowie die Mitteilung des Verlags von Theater heute bestätigen die Ergebnisse. Die Angaben zu den Preisträgerinnen und Preisträgern beziehen sich auf die veröffentlichten Resultate der Kritikerumfrage 2026. Über weitergehende Nominierungen oder Platzierungen hinausgehende Details bleiben der vollständigen Publikation vorbehalten.
Für das Hans-Otto-Theater Potsdam und die Münchner Kammerspiele sind die Auszeichnungen zugleich Signal und Rückenwind für die kommende Spielzeit. Ob und wie sich die Prämierungen auf Gastspiele, Koproduktionen und Einladungen zu Festivals auswirken, ist offen. Klar ist: Die diesjährigen Wahlen verstärken den Blick auf Arbeiten, die entweder konsequent auf die Kraft eines einzelnen Schauspielers setzen oder den Anspruch eines großen Stadttheaters erneuern.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).