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Gymnasium Plochingen startet freiwillige handyfreie fünfte Klasse

Zum Beginn des Schuljahrs 2026/27 hat das Gymnasium Plochingen eine freiwillige, handyfreie Klasse für Fünftklässler eingeführt. Schule und Eltern tragen das Modell gemeinsam, Details zur Umsetzung werden im laufenden Betrieb erprobt.

Am 15. September 2026 hat am Gymnasium Plochingen zum Start des Schuljahrs 2026/27 erstmals eine freiwillige, handyfreie Klasse für neue Fünftklässler begonnen. Nach übereinstimmenden Berichten, darunter der Stuttgarter Zeitung und des SWR, verzichten die teilnehmenden Kinder im Unterricht und in der Regel auch in den Pausen auf eigene Smartphones. Die Teilnahme setzt die Zustimmung der Eltern voraus.

Die Schule reagiert damit auf eine verbreitete Sorge vor Ablenkung, sozialem Druck und Konflikten, die durch Smartphones im Schulalltag entstehen können. Befürworter erwarten mehr Ruhe, bessere Konzentration und klarere Lernzeiten. Kritiker wenden ein, Medienkompetenz lasse sich nicht durch ein reines Weglassen technischer Geräte vermitteln; nötig seien didaktische Konzepte, die einen reflektierten Umgang mit digitalen Medien einüben. Diese Positionen werden in den genannten Berichten wiedergegeben.

Konkrete organisatorische Details – etwa die Aufbewahrung von Geräten, mögliche Ausnahmen bei Notfällen oder wie lange die Verpflichtung über die fünfte Klasse hinaus gelten soll – hat das Gymnasium Plochingen laut den verfügbaren Darstellungen bislang nur in Grundzügen öffentlich gemacht. Nach Angaben aus dem Schulumfeld wurde das Vorhaben im Vorfeld mit der Elternschaft erörtert; die Umsetzung wird im Lauf des Schuljahrs begleitet und ausgewertet.

Rechtlich bewegt sich die Schule im Rahmen des Landesrechts. In Baden-Württemberg entscheiden Schulkonferenzen und Schulträger über Hausordnungen und deren Ausgestaltung, übergeordnete Verbote oder Pflichten ergeben sich aus den landesrechtlichen Bestimmungen. Plochingen setzt auf ein freiwilliges Modell, das auf Akzeptanz in der Schulgemeinschaft zielt und auf verbindliche Eingriffe verzichtet.

Der Schritt in Plochingen steht zugleich für eine breitere Entwicklung: In mehreren Regionen wurden in jüngerer Zeit handyfreie Modelle erprobt, teils jahrgangsbezogen, teils schulweit, häufig mit Einbindung der Eltern. Welche Effekte eine handyfreie Klasse auf Lernleistung, Klassenklima und Mediennutzung tatsächlich hat, ist Gegenstand laufender Beobachtungen; bisherige Rückmeldungen aus einzelnen Projekten fallen gemischt aus und sind stark vom jeweiligen Schulkonzept abhängig.

Für die Stadt Plochingen im Landkreis Esslingen ist das Projekt ein bildungspolitisches Signal mit lokalem Fokus. Ob und in welcher Form die handyfreie Klasse fortgeführt oder ausgeweitet wird, hängt nach Auskunft der beteiligten Stellen von den Erfahrungen in diesem Schuljahr und den Rückmeldungen von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern ab.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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