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Hacker schalten Kühlanlagen in der Westpfalz auf Heizen

Unbekannte haben Kühlanlagen in Betrieben der Landkreise Kaiserslautern und Kusel per Fernzugriff manipuliert. Das Polizeipräsidium Westpfalz ermittelt und prüft Bezüge zu ähnlichen Fällen in Europa.

Kurzmeldung

Unbekannte haben in der Nacht zum Montag Kühlanlagen eines lebensmittelverarbeitenden Betriebs und eines Supermarkts in den Landkreisen Kaiserslautern und Kusel manipuliert. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Westpfalz wurden die per Fernzugriff veränderten Systeme so geschaltet, dass sie statt zu kühlen heizten. Die Polizei veröffentlichte die Mitteilung am 3. November 2026. Zur Höhe möglicher Schäden machte die Behörde zunächst keine Angaben.

Recherchen des Südwestrundfunks deuten darauf hin, dass es sich bei einem der betroffenen Standorte um einen CAP-Markt in Brücken (Landkreis Kusel) handeln könnte. Demnach bemerkten Beschäftigte am Morgen ausgefallene Tiefkühl- und Kühlregale. Die Redaktion verweist auf Beobachtungen vor Ort und eigene Nachfragen. Eine offizielle Bestätigung für einzelne Objekte liegt bislang nicht vor.

Die Ermittler prüfen, ob ein Zusammenhang zu ähnlichen Vorfällen besteht, die im Oktober aus mehreren europäischen Staaten gemeldet wurden, darunter Frankreich, Belgien und die Niederlande. Auch bundesweit hatten Betreiber zuletzt Störungen an Kühlanlagen gemeldet. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Westpfalz nannte aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst keine Details zu möglichen Tätern, Vorgehensweisen oder verwendeter Software.

Fachleute für Informationssicherheit sehen ein bekanntes Risikomuster: Viele industrielle oder gewerbliche Kühlanlagen verfügen über webbasierte Steuerungen und Standardzugänge und sind teils ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen direkt mit dem Internet verbunden. Dadurch entstehen Angriffsflächen, die sich aus der Ferne ausnutzen lassen. Konkrete technische Einzelheiten zu den aktuellen Fällen wurden von der Polizei bislang nicht veröffentlicht, ebenso wenig Hinweise zu einem möglichen Erpressungsversuch.

Für betroffene Betriebe drohen Warenverluste, Betriebsunterbrechungen und zusätzlicher Aufwand für forensische Analysen und Sicherheitsupdates. Behörden rufen Unternehmen zu erhöhter Wachsamkeit auf. Als kurzfristige Maßnahmen gelten die strikte Trennung kritischer Steuerungssysteme vom öffentlichen Netz, das Schließen unnötiger Fernzugänge, das Einspielen von Hersteller-Updates sowie die zeitnahe Meldung verdächtiger Vorkommnisse an die zuständigen Stellen. Das Polizeipräsidium Westpfalz bittet um Hinweise aus der Bevölkerung und aus betroffenen Branchen. Ob und wann die Ermittlungen Ergebnisse liefern, ist offen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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