Hamburg

Hamburg warnt vor illegalen Böllern nach schwerem Unfall in Billstedt

Nach einer Handverletzung eines 13-Jährigen in Billstedt warnen Hamburger Behörden vor besonders gefährlichen Kleinstböllern wie Dum Bum und sogenannten Polenböllern.

Hamburger Behörden haben am 17. Oktober 2026 vor illegalen und besonders gefährlichen Böllern gewarnt. Anlass ist ein Unfall vom 10. Oktober 2026 in Billstedt: Nach Angaben der Polizei verlor ein 13-Jähriger durch die Explosion eines Knallkörpers Teile seiner Hand, ein weiterer 13-Jähriger wurde leicht verletzt. Die Hamburger Schulbehörde verbreitete gemeinsam mit der Polizei Hamburg und der Feuerwehr Hamburg eine Warnmeldung über die Schulleitungen. Darin heißt es, kleinformatige, hochwirksame Sprengkörper wie Dum Bum und sogenannte Polenböller könnten trotz geringer Größe die gesamte Hand zerstören.

Die Behörden betonen, viele dieser Knallkörper seien in Deutschland nicht zugelassen. Oft fehlten die erforderliche CE-Kennzeichnung und die deutsche Gebrauchsanweisung. Herstellung, Einfuhr und Besitz solcher Sprengkörper können Straftatbestände erfüllen. Nach geltendem Recht ist das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände der Kategorie F2 in Deutschland nur Volljährigen erlaubt und grundsätzlich auf den Jahreswechsel beschränkt; außerhalb des Jahreswechsels sind Ausnahmegenehmigungen erforderlich. Auch zu Silvester gelten Verbote im Umfeld von Krankenhäusern, Altenheimen, Kirchen und besonders brandgefährdeten Bereichen. Die Polizei Hamburg kündigte an, Verstöße konsequent zu ahnden und den Handel mit illegaler Pyrotechnik zu unterbinden.

Mit Blick auf bevorstehende Anlässe wie Halloween raten die Behörden zu besonderer Vorsicht im Umgang mit Knallkörpern. Nach Darstellung der Feuerwehr Hamburg kommt es immer wieder zu schweren Hand-, Gesichts- und Augenverletzungen, wenn vermeintlich harmlose Kleinstböller unsachgemäß gezündet werden oder Blindgänger aufgehoben werden. Wer verdächtige Gegenstände findet, soll Abstand halten, nichts in die Hand nehmen und die Polizei alarmieren. Für Notfälle gilt die 112, bei Funden und Verdachtsfällen die 110.

Die Hamburger Schulbehörde bittet Schulen, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern über die Risiken zu informieren. Ziel ist es, Unfälle wie den aktuellen Fall in Billstedt zu verhindern und die Aufmerksamkeit für die Gefahren von illegaler Pyrotechnik zu schärfen. Die Warnung stützt sich auf aktuelle Ermittlungen und Einsatzlagen der Polizei Hamburg sowie auf Sicherheitshinweise der Feuerwehr Hamburg.

Die Behörden verweisen außerdem darauf, dass geprüfte und zugelassene Produkte ausschließlich im regulären Handel erworben werden sollten. Hinweise auf illegale Ware sind unter anderem fehlende Prüfzeichen, ungewöhnlich hohe Lautstärke sowie fehlende oder fremdsprachige Anleitungen. Wer unsicher ist, solle auf den Kauf verzichten und Kinder auf die Risiken hinweisen. Die Kernbotschaft der Hamburger Warnung lautet: Illegale und hochaktive Kleinstböller wie Dum Bum und Polenböller sind keine Spielzeuge und können schwerste Verletzungen verursachen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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