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High Court ordnet Zwischenzahlung von 9.544.355 Pfund im Prozess gegen den Daily‑Mail‑Verlag an

Der High Court in London hat am 21. August 2026 eine Interimszahlung von 9.544.355 Pfund angeordnet; die Frist zur Leistung läuft bis zum 28. August 2026.

Kurzmeldung

Der High Court in London hat am 21. August 2026 verfügt, dass die Kläger in dem Verfahren gegen den Verlag der Daily Mail und der Mail on Sunday, Associated Newspapers Ltd., eine Interimszahlung in Höhe von 9.544.355 Pfund leisten müssen. Die Zahlungsverpflichtung ist als Sicherheitsleistung für die von der obsiegenden Partei geltend gemachten Prozesskosten angeordnet worden; die gerichtliche Frist zur Zahlung endet ausdrücklich am 28. August 2026. Damit handelt es sich nicht um die endgültige Festsetzung der Kosten, sondern um eine vorläufige Sicherungsmaßnahme.

Hintergrund ist die vollständige Abweisung der Klage in der Hauptsache durch Mr Justice Nicklin am 7. Juli 2026. In der Hauptsache hatten mehrere Kläger, darunter Prinz Harry und Elton John, dem Verlag unrechtmäßige Methoden der Informationsbeschaffung sowie Eingriffe in die Privatsphäre vorgeworfen. Das Gericht hielt die vorgelegten Beweise nach seiner Darstellung in mehreren Punkten für nicht ausreichend, weshalb die Ansprüche abgewiesen wurden. Die nun angeordnete Interimszahlung dient dazu, die wahrscheinlichen Erstattungsansprüche des Verlages bis zur späteren detaillierten Kostenermittlung zu sichern.

Das Gericht hat ferner bestimmt, dass die spätere Kostenberechnung auf einer „indemnity basis“ erfolgen soll, was typischerweise zu einer höheren Erstattungsquote zugunsten der obsiegenden Partei führen kann. Die endgültige Höhe der zu erstattenden Kosten wird in einem separaten Verfahrensschritt („detailed assessment“) festgelegt; die jetzige Entscheidung schafft lediglich eine kurzfristige Zahlungs- und Sicherungswirkung.

Die Anordnung bedeutet eine praktische Belastung für die Betroffenen, schließt aber nicht alle Rechtswege aus: Parteien können gegen die Kostenfestsetzung und gegen Verfahrensfragen Rechtsmittel prüfen oder die Auslegung von Zahlungs- und Abrechnungsfragen gerichtlich klären lassen. Für den Verlag Associated Newspapers Ltd. verschafft die Interimszahlung kurzfristig Liquidität zur Deckung bereits entstandener Auslagen, führt jedoch nicht automatisch zu einer endgültigen Erstattung in der benannten Höhe.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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