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Hofbrauhaus Wolters schließt endgültig – 90 Beschäftigte verlieren ihre Arbeit

Das Amtsgericht Braunschweig hat das Insolvenzverfahren über das Hofbrauhaus Wolters eröffnet. Die Brauerei stellt die Produktion ein; laut NDR sind 90 Stellen betroffen.

Das Hofbrauhaus Wolters in Braunschweig stellt den Betrieb endgültig ein. Das Amtsgericht Braunschweig hat die Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 29. September 2026 veröffentlicht. Laut NDR verlieren 90 Beschäftigte ihre Arbeitsplätze. Das Unternehmen hatte im Juni 2026 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt; die nun veröffentlichte Verfahrenseröffnung markiert das Aus für die Produktion am Standort.

Nach Angaben aus dem Verfahren blieben die seit dem Sommer geführten Sanierungsbemühungen und Investorengespräche ohne tragfähige Lösung. Als Ursachen wurden in den vergangenen Monaten wiederholt eine anhaltende Absatzschwäche, gestiegene Energie- und Rohstoffkosten sowie strukturelle Veränderungen im deutschen Biermarkt genannt. Mit der Eröffnung des Verfahrens wird der Übergang von der vorläufigen zur regulären Insolvenz vollzogen; damit sind die rechtlichen Voraussetzungen für Abwicklungsschritte oder eine Verwertung von Vermögenswerten geschaffen.

Für die Belegschaft bedeutet die Schließung den Wegfall von 90 Stellen. In der Frühphase eines Insolvenzverfahrens sind Löhne und Gehälter üblicherweise zeitlich befristet über Insolvenzgeld abgesichert; weitere Details zu Abfindungen oder Qualifizierungsangeboten werden in Sozialplan– und Interessenausgleichsverhandlungen festgelegt. Zuständig dafür sind die Insolvenzverwaltung und die Arbeitnehmervertretungen. Konkrete Regelungen liegen öffentlich noch nicht im Detail vor.

Wolters zählt mit Wurzeln bis ins Jahr 1627 zu den prägenden Marken der Region. Die Brauerei war über Jahrzehnte eng mit Braunschweig verbunden und stand für eine starke lokale Verankerung. Entsprechend groß ist die regionale Bedeutung der Schließung. Kommunalpolitische Akteure in Braunschweig kündigten an, die Folgen für Beschäftigte und Zulieferer aufmerksam zu begleiten und Perspektiven für das Brauereigelände zu prüfen. Welche Zukunft die Markenrechte und Produktionsrezepte haben, hängt von den weiteren Entscheidungen im Verfahren ab.

Die amtliche Veröffentlichung des Amtsgerichts Braunschweig bestätigt den aktuellen Stand: Das Verfahren ist eröffnet, der Betrieb wird eingestellt. Damit verdichtet sich ein Trend, der weite Teile der deutschen Brauwirtschaft erfasst hat. Ob sich für einzelne Vermögenswerte oder Teile des Geschäftsbetriebs noch Käufer finden, ist offen und liegt im Ermessen der Insolvenzverwaltung. Prognosen über einen Fortbetrieb am Standort Braunschweig sind nach der Eröffnungsbekanntmachung nicht mehr belegt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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