Kurzmeldung
Der jüngste Global EV Outlook der Internationalen Energieagentur (IEA) stellt fest, dass die Verkäufe elektrischer Lkw im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 deutlich zugenommen und sich in der Gesamtsicht mehr als verdoppelt haben; dabei entfallen die stärksten Zuwächse auf China. Die IEA betont zugleich, dass elektrische Busse global moderat zulegen: Batteriebetriebene Antriebe dominieren weiterhin die Neuzulassungen im Stadtbussegment. Diese internationale Einordnung hat unmittelbare Bezüge für Deutschland.
Auf Basis von KBA‑Daten und Branchenauswertungen war 2025 auch in Deutschland ein spürbarer Schub bei Elektrobusse zu beobachten. Für Busse über 8 Tonnen meldeten Auswertungen 1.400 bis 1.458 neu zugelassene Batterie‑Busse im Jahr 2025 – deutlich mehr als 2024. Branchenberichte (u. a. PwC, electrive.net) heben hervor, dass sich die Zahl der Elektrobussen in vielen Städten erhöht hat und dass inzwischen ein hoher Anteil der Neubeschaffungen im Stadtverkehr elektrisch erfolgt. Der Bestand vollelektrischer Busse bleibt aber weiterhin deutlich kleiner als die Gesamttotalität der Omnibusflotte.
Fachleute und Studien weisen auf Chancen (Reduktion lokaler Emissionen, langfristig niedrigere Betriebskosten) und auf Hürden hin: Die Dringlichkeit des Ausbaus leistungsfähiger Ladeinfrastruktur in Depots, engere Netzanschlüsse, höhere Anschaffungskosten und planbare Förderprogramme werden als zentrale Voraussetzungen genannt. Für schwere E‑Lkw im Güterverkehr sieht die IEA größere Unsicherheiten: Modelle in Serie, Batteriepreisentwicklung und Schnelllade‑ bzw. Depotlösungen sind entscheidend für einen breiteren Markthochlauf in Europa und insbesondere in Deutschland.
Die IEA‑Daten bestätigen einen globalen Aufschwung bei elektrischen Nutzfahrzeugen 2025, getragen vor allem von China; Deutschland trägt mit einem Rekordjahr bei Neuzulassungen von Elektro‑Stadtbussen zur europäischen Dynamik bei. Für die großflächige Elektrifizierung schwerer Lkw bleiben jedoch klare politische Rahmenbedingungen, verlässliche Förderprogramme und ein rascher Infrastrukturausbau erforderlich.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).