Das Bundeskabinett hat am 25. August 2026 seine zweitägige Kabinettsklausur auf Schloss Neuhardenberg in Brandenburg beendet. Nach Angaben des Bundeskanzleramts standen am zweiten Tag die Folgen der diesjährigen Hitzewelle im Mittelpunkt. Unter Leitung von Bundeskanzler Friedrich Merz diskutierte die Bundesregierung insbesondere gesundheitliche, infrastrukturelle und landwirtschaftliche Auswirkungen der anhaltend hohen Temperaturen.
Die Beratungen zielten dem Kanzleramt zufolge darauf, einen Überblick über unmittelbare Schäden und Handlungsbedarfe zu gewinnen und Ansatzpunkte für Folgeschritte zu bestimmen. Genannt wurden unter anderem der Schutz vulnerabler Gruppen, eine stärkere Gesundheitsvorsorge bei Extremhitze, der Ausbau von Frühwarn- und Informationsketten sowie die Sicherung kritischer Infrastruktur. Im Bereich der Landwirtschaft wurden Ernteausfälle und Wasserknappheit als Risikofelder benannt, zu denen Abstimmungen mit Ländern und Kommunen vertieft werden sollen. Konkrete Entscheidungen wurden zum Abschluss der Klausur nicht bekanntgegeben; die Bundesregierung kündigte an, Vorschläge in den kommenden Wochen in Fachrunden und regulären Kabinettssitzungen zu konkretisieren.
Die Klausur verband kurzfristige Maßnahmen zur Abmilderung akuter Hitzefolgen mit längerfristigen politischen Weichenstellungen. Dazu zählten laut offizieller Darstellung auch Fragen der Zuständigkeiten zwischen Bund, Ländern und Kommunen im Gesundheits- und Katastrophenschutz sowie mögliche finanzielle Unterstützungen für besonders betroffene Betriebe in der Landwirtschaft. Zudem betonte die Bundesregierung, wirtschafts- und innovationspolitische Prioritäten mit Klimaanpassungserfordernissen zu verzahnen, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu stärken.
Die Tagung in Neuhardenberg war als Arbeitsklausur angelegt; neben Ressortgesprächen wurden Eckpunkte für die weitere Abstimmung innerhalb der Bundesregierung skizziert. Aussagen zum Umfang möglicher Gesetzes- oder Finanzinitiativen blieben bewusst offen und werden nach Regierungsangaben erst nach Auswertung der Ressortbeiträge, der Lagebilder aus dem Bundeskanzleramt und der Rückmeldungen der Länder präzisiert. Zugleich verwies die Bundesregierung auf bereits laufende Programme zur Klimaanpassung und zur Stärkung der Gesundheitsvorsorge, die nun mit Blick auf Extremhitze überprüft und gegebenenfalls nachgeschärft werden sollen.
Mit den Beratungen schloss die Bundesregierung ihre zweitägige Kabinettsklausur in Brandenburg ab. Der weitere Prozess zur Umsetzung der diskutierten Maßnahmen soll laut Bundeskanzleramt zeitnah in die reguläre Regierungsarbeit überführt werden.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).