Die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg haben ihre Spielzeit 2026 Anfang September beendet und dabei nach Angaben der Veranstalter mehr als 300.000 Menschen angezogen. Der bestehende Besucherrekord wurde damit erneut knapp verfehlt. Die Aufführung Im Tal des Todes lief seit dem Sommer auf der Freilichtbühne am Kalkberg in Schleswig-Holstein.
Als Gründe für das Ausbleiben eines neuen Höchststands nennen die Verantwortlichen vor allem äußere Rahmenbedingungen. Entscheidend seien der Ferienkalender im Norden, einige sehr heiße Tage mit Auswirkungen auf einzelne Vorstellungen sowie die turnusgemäße Programmplanung gewesen. Auch regionale Berichte verweisen darauf, dass die Auslastung über weite Strecken hoch blieb, aber nicht die Spitzenwerte der stärksten Jahre erreichte.
Unabhängig davon fällt die Bilanz für Bad Segeberg positiv aus. Die Karl-May-Spiele gelten seit langem als wichtiger Motor für Tourismus und lokale Wirtschaft. Hotellerie, Gastronomie und der regionale Nahverkehr profitierten vom anhaltenden Besucherzustrom. Konkrete Umsatzzahlen legte die Kalkberg GmbH zunächst nicht vor; belastbare Angaben zur wirtschaftlichen Gesamtrechnung stehen noch aus.
Kulturell bestätigt die Saison die anhaltende Strahlkraft des Formats. Die prominente Besetzung um Alexander Klaws als Winnetou sorgte für zusätzliche Aufmerksamkeit, während die Inszenierung Im Tal des Todes sowohl Lob für Action und Ausstattung als auch Kritik an dramaturgischen Entscheidungen erhielt. Beobachter sehen darin Ansatzpunkte, mit denen künftige Jahrgänge noch stärker unterschiedliche Publikumsgruppen ansprechen könnten.
Für 2027 kündigten Verantwortliche an, Terminierung und Abläufe noch enger mit dem Ferienkalender abzustimmen und Wetterrisiken bei der Disposition stärker zu berücksichtigen. Konkrete Titel, Personalien oder Investitionsentscheidungen sind nach jetzigem Stand nicht abschließend beschlossen und bleiben vorbehalten. Damit setzt die Leitung auf Kontinuität mit vorsichtiger Anpassung, während die Planungen für die nächste Spielzeit auf der Freilichtbühne am Kalkberg fortlaufen.
Die erneute Annäherung an Bestwerte ohne Rekord markiert insgesamt eine starke Saison für die Karl-May-Spiele. Sie unterstreicht zugleich, wie stark äußere Faktoren die Jahresbilanz einer Open-Air-Reihe beeinflussen können, selbst wenn Marke, Besetzung und Produktionsniveau stabil tragen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).