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Klingbeil kritisiert Einladung: Russlands Finanzminister Anton Siluanow bei G20-Finanztreffen in Asheville

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat die persönliche Teilnahme des russischen Finanzministers Anton Siluanow am G20‑Finanzministertreffen in Asheville (Vereinigte Staaten) als irritierendes Signal einer Normalisierung kritisiert.

Kurzmeldung

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat am Rande des G20‑Finanzministertreffens in Asheville (North Carolina, Vereinigte Staaten) die persönliche Anwesenheit des russischen Finanzministers Anton Siluanow scharf kritisiert. Nach Klingbeils Darstellung sende die Einladung durch den Gastgeber ein falsches Signal der Normalisierung angesichts des anhaltenden russischen Angriffs auf die Ukraine. Er forderte demnach, die fortdauernden Sanktionen und die politische Unterstützung für Kiew nicht zu relativieren.

Mehrere europäische Delegationen erklärten laut Teilnehmern, sie hätten aus Protest gegen die Einbindung des russischen Vertreters die Teilnahme an einem traditionellen Gruppenfoto mit Siluanow verweigert. Nach Angaben von Berichten ist es die erste persönliche Teilnahme Siluanows an einem G20‑Finanzministertreffen seit Beginn des großangelegten Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022; in den vergangenen Jahren war Russland überwiegend per Videobeteiligung vertreten.

Die US‑Gastgeber wiesen zugleich auf die Bedeutung des Dialogs innerhalb des G20‑Formats für die Stabilisierung der Weltwirtschaft hin. Medien berichten, dass US‑Finanzminister Scott Bessent den russischen Kollegen am Rande des Treffens kurz empfangen habe; zu den Inhalten der Gespräche lagen zunächst keine offiziellen Detailbestätigungen vor. Kritik richtete Klingbeil außerdem gegen offenbar eingeschränkte Akkreditierungen einzelner Medien für Teile der Veranstaltung und nannte entsprechende Berichte inakzeptabel.

Die Debatte über die Rolle Russlands beim G20‑Finanztreffen illustriert die Spannung zwischen wirtschaftspolitischer Kooperation und den politischen Sanktionen gegen Moskau. Deutschland bestehe nach Klingbeils Darstellung darauf, dass gemeinsame Erklärungen die Verantwortung Russlands benennen und die Unterstützung für die Ukraine politisch wie finanziell sichern müssten. Ob Siluanows Teilnahme die zukünftige Praxis bei G20‑Einladungen verändert, ist offen; formale Beschlüsse hierzu wurden am Rande des Treffens nicht bekanntgegeben.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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