Bund und Land Sachsen-Anhalt stellen knapp elf Millionen Euro für die Sanierung eines Teilabschnitts der Harzer Brockenbahn bereit. Nach Angaben des Ministeriums für Infrastruktur und Digitales in Magdeburg betrifft die Förderung die Strecke zwischen Wernigerode und dem Brocken. Die Gesamtkosten für den Abschnitt belaufen sich auf knapp 19 Millionen Euro. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.
Der Förderbeschluss umfasst die Erneuerung mehrerer Gleise und Weichen sowie die Modernisierung eines Bahnhofs entlang der Linie. Ziel der Maßnahme ist es, die Betriebs- und Verkehrssicherheit der Brockenstrecke zu erhöhen und den touristisch bedeutsamen Verkehr dauerhaft zu sichern. Im Fokus stehen dabei Schieneninfrastruktur und Anlagen, die laut Landesverwaltung altersbedingt erneuert werden müssen.
Die jetzt bewilligten Mittel sind Teil eines größeren Sanierungsprogramms für die Harzer Schmalspurbahnen. Nach Darstellung des Landes besteht seit Jahren erheblicher Investitionsbedarf im Netz, dessen Instandhaltung aufwendig ist und in der Vergangenheit teilweise aufgeschoben wurde. Die Brockenbahn gilt zugleich als Herzstück des Netzes und als wichtiger Faktor für den Tourismus im Harz.
Bereits im Frühjahr 2026 hatte der Kreistag des Landkreises Harz einen kommunalen Eigenanteil beschlossen, um die Beantragung übergeordneter Fördermittel zu ermöglichen. Der aktuelle Zuschuss von Bund und Land reduziert die verbleibende Finanzierungslücke für den beschriebenen Abschnitt, macht aber nach bisherigen Angaben weitere Abstimmungen unter den Gesellschaftern der Harzer Schmalspurbahnen erforderlich. Dazu zählt auch die Stadt Wernigerode.
Für die Umsetzung kündigte die Landesverwaltung eine enge Koordinierung der Bauphasen an, um Sperrzeiten zu begrenzen und den Betrieb in anderen Netzteilen aufrechtzuerhalten. Details zum Ablauf einzelner Bauabschnitte sowie zu möglichen Fahrplaneinschränkungen werden die Harzer Schmalspurbahnen gemeinsam mit den zuständigen Behörden in den kommenden Monaten präzisieren.
Offen bleibt in den veröffentlichten Mitteilungen die genaue Aufteilung der Zuschüsse zwischen dem Bund und dem Land Sachsen-Anhalt. Ebenfalls noch nicht benannt wurden der konkret zu modernisierende Bahnhof und die exakten Zeitfenster der Bauabschnitte. Fest steht, dass die Arbeiten auf der Brockenstrecke vorbereitet werden und mit Blick auf die touristische Saisonplanung möglichst so gelegt werden sollen, dass die Beeinträchtigungen für Fahrgäste minimiert werden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).