Politik

Koalition der Willigen verurteilt russische Angriffe – Merz, Macron und Burnham leiten Treffen in Kiew

Die Ko-Vorsitzenden der Koalition der Willigen haben nach einem Treffen in Kiew und per Videokonferenz ihre Unterstützung für die Ukraine bekräftigt und Russlands jüngste Angriffe scharf verurteilt.

Die Staats- und Regierungschefs der Koalition der Willigen haben am 24. August 2026 nach einem Treffen in Kiew und per Videokonferenz ein gemeinsames Ko-Vorsitzenden-Statement veröffentlicht. Unter Leitung von Premierminister Andy Burnham, Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz – gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj – bekräftigten sie ihre anhaltende Unterstützung für die Souveränität, Freiheit und territoriale Integrität der Ukraine. Die Ko-Vorsitzenden verurteilten Russlands systematische und eskalierende Angriffe auf Städte, kritische Infrastruktur und Zivilisten. Sie verwiesen auf die höchste Zahl ziviler Opfer seit Beginn der umfassenden Invasion 2022 sowie auf die Beschädigung eines Kinderkrankenhauses in Kiew in der Vorwoche. Zudem brandmarkten sie Angriffe auf ukrainisches Kulturerbe, darunter die Kiewer Petschersk-Lawra. Die Ukraine habe, so das Statement, ein klares, inhärentes Recht auf Selbstverteidigung gegen die russische Aggression.

Nach Angaben der Ko-Vorsitzenden waren sich die Partner einig, die Unterstützung in politischer, finanzieller und humanitärer Hinsicht fortzuführen und sicherheitspolitische Hilfen koordiniert bereitzustellen. Konkrete neue Lieferzusagen, Zeitpläne oder Summen wurden in dem veröffentlichten Text nicht beziffert. Der Schwerpunkt der Erklärung lag auf der politischen Geschlossenheit der Unterstützerstaaten, der Verurteilung der jüngsten Angriffe und der Bekräftigung des völkerrechtlich verbrieften Selbstverteidigungsrechts der Ukraine.

Für Deutschland ist die Erklärung Teil eines seit 2022 kontinuierlich fortgeführten multilateralen Ansatzes. Als Mitvorsitz unterstreicht die Bundesregierung die Verbindung kurzfristiger Unterstützung zur Abwehr akuter Bedrohungen mit längerfristiger Stabilisierungsperspektive für die Ukraine. Berlin agiert dabei im Verbund mit Paris und London. Welche zusätzlichen Maßnahmen einzelne Staaten im Nachgang des Treffens beschließen, bleibt nationalen Entscheidungen vorbehalten.

Das Treffen fiel auf den 35. Jahrestag der Wiederherstellung der ukrainischen Unabhängigkeit – ein symbolischer Anlass, den die Erklärung ausdrücklich hervorhebt. Ausdrücklich genannt wurden neben der Solidarität mit der Bevölkerung die jüngsten zivilen Opferzahlen und Angriffe auf Schutzobjekte und Kulturgüter. Die Ko-Vorsitzenden signalisierten, dass die Unterstützung aufrechterhalten und eng abgestimmt fortgesetzt werde. Über weitergehende Schritte, etwa zu Umfang und Tempo künftiger Hilfen, gab die Erklärung am Veröffentlichungstag keinen detaillierten Aufschluss.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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