Linken-Politiker Ferat Koçak hat sich am 22. September 2026 von einem Auftritt eines Angehörigen der Remmo-Familie bei einer Wahlparty der Berliner Linken in Neukölln distanziert und angekündigt, seine politischen Funktionen vorläufig ruhen zu lassen. Zuvor hatten in sozialen Medien Screenshots eines angeblichen Chat-Austauschs zwischen Koçak und einem Mitglied der Remmo-Familie die Debatte befeuert.
Die Berliner Linke erklärte, der Mann sei nicht eingeladen gewesen. Nach Angaben aus dem Bezirksverband Neukölln sei der Besucher, sobald er erkannt worden sei, der Veranstaltung verwiesen worden. Koçak betonte, er lehne jede Form von Gewaltverherrlichung und Antisemitismus ab und ziehe Konsequenzen, bis die Vorgänge aufgeklärt seien. Er sprach von einem Fehler im Umgang mit den Kontakten.
Über die Chats gibt es bislang lediglich kursierende Screenshots; eine unabhängige Verifizierung liegt nicht vor. Medien wie tagesschau.de, rbb24, Deutschlandfunk, n-tv und die Berliner Zeitung berichten übereinstimmend über Koçaks öffentliche Distanzierung und sein Ruhenlassen von Funktionen. Konkrete rechtliche Vorwürfe gegen Koçak wurden bis zum 22. September 2026 nicht erhoben.
Der Vorfall hat innerhalb der Partei eine Debatte über Abgrenzung und Kontrollmechanismen ausgelöst. Die Landespartei sieht Reputationsrisiken und kündigte Transparenz bei der internen Aufklärung an. Vertreter der Opposition in Berlin signalisierten, die Vorgänge im parlamentarischen Raum ansprechen zu wollen. Ob daraus disziplinarische oder rechtliche Schritte folgen, ist offen und hängt von weiterer Prüfung ab.
Im Kern stehen drei voneinander zu trennende Ebenen: Erstens die physische Anwesenheit eines Remmo-Angehörigen auf einer öffentlichen Parteiveranstaltung; zweitens die Verbreitung vermeintlicher Chat-Verläufe, deren Authentizität bislang nicht nachgewiesen ist; drittens die politischen Reaktionen von Partei und Abgeordneten. Die bislang bekannten Angaben stammen aus Parteiaussagen, Medienberichten und den geposteten Screenshots.
Die Remmo-Familie gilt den Berliner Sicherheitsbehörden seit Jahren als kriminell auffällig. Der nun bekannt gewordene Auftritt auf der Wahlparty hat die Frage nach dem Umgang politischer Akteure mit Kontakten zu Personen aus kriminalitätsbelasteten Milieus neu entfacht. Für die Linke in Berlin steht die klare Abgrenzung im Vordergrund. Entscheidend wird, ob die angekündigte Aufklärung zeitnah belastbare Ergebnisse bringt und das Vertrauen in interne Abläufe stärkt.
Bis zum späten Nachmittag des 22. September 2026 lagen keine Meldungen über polizeiliche Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Auftritt auf der Wahlparty oder den Chats vor. Weitere Stellungnahmen der Partei und beteiligter Institutionen wurden angekündigt.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).