Im Bootshafen Kühlungsborn und am östlich angrenzenden Strandbereich haben Einsatzkräfte am 12. September die Bekämpfung einer angenommenen Ölverschmutzung geübt. Nach Angaben des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern waren Kräfte des Technischen Hilfswerks, der Freiwilligen Feuerwehr und weiterer Hilfsorganisationen beteiligt. Geprobt wurden das Ausbringen von Ölsperren, Bootseinsätze zur Aufnahme von Öl sowie die maschinelle Strandreinigung. Der Norddeutsche Rundfunk berichtete über Ablauf und Ort des Szenarios im Bootshafen Kühlungsborn.
Die Übung stand unter Leitung des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg. Nach der Landesmitteilung nahmen rund 50 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks aus den Ortsverbänden Bad Doberan und Wismar teil; lokale Feuerwehren und weitere Rettungsorganisationen ergänzten das Team. Zusätzlich wurde die Einrichtung von Schwarz-Weiß-Bereichen zur Dekontamination erprobt. Dazu gehörten Reinigungseinsätze unter Schutzkleidung, um Gesundheitsrisiken für das Personal zu verringern.
Die Landesregierung ordnete die Maßnahme in die Bund-Länder-Vereinbarung über die Bekämpfung von Meeresverschmutzungen ein. Diese sieht gemeinsame Standards für Technik, Abläufe und Führungsstrukturen vor, um bei Havarien auf See oder in küstennahen Gewässern schnell und abgestimmt reagieren zu können. Umwelt- und Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus verwies auf das anhaltende Risiko von Schadstoffaustritten vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns und dankte der Stadt für die Unterstützung.
Nach übereinstimmenden Berichten bewegte sich die Zahl der beteiligten Kräfte zwischen etwa 50 und bis zu 80 Personen. Ziel war laut Behörden zweierlei: die praktische Handhabung von Ölwehrgerät unter realitätsnahen Bedingungen sowie das Zusammenwirken verschiedener Organisationen in Lageerkundung, Einsatzführung und Logistik. Angaben zu nennenswerten Einschränkungen für Besucherinnen und Besucher oder zu Umwelteinwirkungen durch die Übung lagen nicht vor.
Der Übungstag in Kühlungsborn ist Teil regelmäßig abgestimmter Trainings entlang der deutschen Küste. Sie dienen dazu, Material und Verfahren zu erproben, Personal zu schulen und Melde- sowie Entscheidungswege zu festigen. Die Erfahrungen aus dem Einsatz im Bootshafen Kühlungsborn und am Strand sollen in die weitere Planung und in künftige Übungen einfließen, um im Ernstfall Umweltschäden zu begrenzen und die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).