Brandenburg

Landesbauernverband: Molkerei Müller kündigt Lieferverträge in Brandenburg

Laut Landesbauernverband Brandenburg hat die Molkerei Müller am 24. August 2026 zahlreichen Milchbauern fristgerecht die Lieferverträge gekündigt. Umfang und Gründe sind noch unklar; eine Stellungnahme des Unternehmens steht aus.

Die Molkerei Müller hat nach Angaben des Landesbauernverbands Brandenburg am 24. August 2026 zahlreichen Milchbauern im Land fristgerecht die Lieferverträge gekündigt. Der Verband bestätigte entsprechende Informationen auf Anfrage; rbb24 und die Tagesschau berichteten über den Vorgang. Wie viele Betriebe betroffen sind, blieb zunächst offen.

Nach Verbandsdarstellung handelt es sich um eine größere Zahl von Höfen in verschiedenen Regionen Brandenburgs. Für die Betriebe bedeutet eine Vertragsbeendigung erhebliche Unsicherheit, weil Absatzwege, Liquidität und Stallbelegung in der Milchwirtschaft meist langfristig auf feste Abnahmebeziehungen ausgerichtet sind. Der Verband kündigte an, betroffene Mitglieder bei der Suche nach Alternativen zu unterstützen.

Das Unternehmen äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu Hintergründen, Umfang und Fristen der Kündigungen. Unklar ist damit auch, ob es sich um einheitliche Schreiben mit identischen Laufzeiten oder um Einzelfallregelungen handelt und zu welchem Zeitpunkt die Lieferbeziehungen tatsächlich enden. Eine Bestätigung der Zahl der betroffenen Verträge durch die Molkerei Müller stand bis zum Abend aus.

Die Molkerei Müller gehört zur Unternehmensgruppe Theo Müller und zählt zu den großen Verarbeitern am deutschen Milchmarkt. Entscheidungen großer Abnehmer können regional spürbare Kettenreaktionen auslösen – von der Logistik bis zur Auslastung anderer Molkereien, die kurzfristig zusätzliche Rohmilch aufnehmen müssten.

Als mögliche Auslöser solcher Neuordnungen gelten erfahrungsgemäß Anpassungen an Produktionsstandorte und Produktportfolios, Kostendruck sowie Preisentwicklungen auf den Rohmilch- und Absatzmärkten. Bestätigte Gründe legte das Unternehmen bislang nicht vor. Der Landesbauernverband Brandenburg forderte Gespräche zwischen Verarbeitern und Erzeugern sowie zügige Klärungen, um Planungssicherheit zu schaffen. Auch politische Unterstützung, etwa bei Vermittlungsgesprächen, hält der Verband für angezeigt.

Rechtlich beruhen Rohmilch-Lieferbeziehungen überwiegend auf privatrechtlichen Verträgen; maßgeblich sind die vereinbarten Laufzeiten und Kündigungsfristen. Für eine belastbare Einordnung des Vorgangs fehlen derzeit belastbare Angaben zu Anzahl und Struktur der betroffenen Höfe, zu den konkreten Kündigungsfristen und zu möglichen alternativen Abnehmern in Brandenburg. Der weitere Verlauf hängt wesentlich davon ab, ob andere Molkereien kurzfristig Kapazitäten bereitstellen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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