Das Landratsamt Erding hat am 7. Oktober 2026 eine Warnung für das Notzinger Moos im Gemeindegebiet Oberding veröffentlicht. Demnach sei dort eine große Raubkatze beobachtet worden. Eine erste fachliche Einschätzung halte einen Puma für möglich; die Art sei jedoch noch nicht zweifelsfrei bestimmt. Bis zur Klärung stufen die Einsatzkräfte das Tier vorsorglich als potenziell gefährlich ein.
Der betroffene Bereich liegt südöstlich des Erdinger Mooses und nur wenige Kilometer vom Flughafen München entfernt. Die Behörde bittet die Bevölkerung, Hunde anzuleinen, Kinder nicht unbeaufsichtigt im Freien spielen zu lassen und dem Tier keinesfalls näherzukommen. Sichtungen oder Spuren sollen umgehend der Polizeiinspektion Erding gemeldet werden; die Dienststelle ist unter 08122/968-0 erreichbar.
Nach Angaben der Kreisbehörde wurden Suchmaßnahmen eingeleitet. Kräfte von Polizei und Feuerwehr sondieren demnach das Gebiet, unterstützend kommen je nach Lage auch technische Mittel wie Drohnen in Betracht. Bislang liegen der Verwaltung keine Berichte über verletzte Personen vor. Weitere Informationen will das Landratsamt Erding bekannt geben, sobald verifizierte Erkenntnisse vorliegen.
Die Kreisbehörde erinnert daran, dass es in Deutschland keine etablierte, wildlebende Puma-Population gibt. Frühere Verdachtsfälle erwiesen sich teils als entlaufene Tiere aus privater Haltung oder aus Zoos, teils als Fehlinterpretationen anderer Tiere. Aussagen zu Herkunft, Gesundheitszustand oder genauer Artenzugehörigkeit der aktuell gesichteten Raubkatze sind derzeit nicht möglich.
Für die Region hat das Erdinger Moos mit dem Teilgebiet Notzinger Moos ökologische Bedeutung. Zugleich führt die Nähe zum Flughafen München und zu Siedlungsräumen dazu, dass Hinweise aus der Bevölkerung schnell bei den Behörden eingehen. Das Landratsamt Erding bittet um sachliche Meldungen mit möglichst genauer Ortsangabe und verzichtet auf Spekulationen, bis die fachliche Prüfung abgeschlossen ist.
Die Lageeinschätzung kann sich kurzfristig ändern. Die Behörden verweisen darauf, Abstand zu halten, keine Lockversuche zu unternehmen und das Tier weder zu verfolgen noch zu fotografieren, wenn dadurch Gefahr entstehen könnte. Weitere Anweisungen und Entwarnungen will die Verwaltung über die üblichen Kanäle verbreiten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).