Angela Merkel und Jörg Widmann sind am 1. November 2026 in Leipzig mit dem Internationalen Mendelssohn-Preis zu Leipzig geehrt worden. Die Auszeichnungen wurden im Gewandhaus beim Eröffnungskonzert der Mendelssohn-Festtage verliehen. Das Festival erinnert jährlich um den 4. November an den Todestag von Felix Mendelssohn Bartholdy und läuft in diesem Jahr vom 1. bis 8. November.
Der Preis wird in zwei Sparten vergeben. Die ehemalige Bundeskanzlerin erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Europa. Gewürdigt wurde ihr öffentliches Wirken im europäischen Zusammenhang, insbesondere ihr langjähriges Engagement für Integration und Verständigung innerhalb der Europäischen Union. Der Komponist und Klarinettist Jörg Widmann wurde in der Kategorie Musik ausgezeichnet. Die Jury betonte sein künstlerisches Schaffen als Komponist und Interpret sowie seinen Einsatz für die zeitgenössische Musik.
Die Stiftung knüpft mit der Entscheidung an das bewährte Profil des Preises an, der seit Jahren Persönlichkeiten aus Politik und Kultur zusammenführt. In den offiziellen Mitteilungen heißt es, der Preis solle musikalische Exzellenz und die europäische Idee gleichermaßen sichtbar machen. Vertreterinnen und Vertreter des Freistaats Sachsen sowie Kulturverantwortliche aus Leipzig nahmen an der Verleihung teil.
Das Eröffnungskonzert im Gewandhaus wurde vom Gewandhausorchester gestaltet. Auf dem Programm standen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und zeitgenössische Musik, darunter Kompositionen von Jörg Widmann. Der Leipziger Konzertsaal ist zentraler Spielort der Mendelssohn-Festtage, die Konzerte, Lesungen und Vermittlungsangebote an verschiedenen Orten der Stadt bündeln.
Der Internationale Mendelssohn-Preis zu Leipzig erinnert an die vielfältige Wirkungsgeschichte Mendelssohns als Komponist, Dirigent und Kulturvermittler der deutschen und europäischen Musiktradition. Mit der Doppelvergabe an eine politische Persönlichkeit und einen Musiker setzt die Vergabekommission die Linie fort, Brücken zwischen Kultur, Politik und gesellschaftlicher Erinnerung zu schlagen. Der Preis ist nicht dotiert; im Vordergrund steht die symbolische Anerkennung. Frühere Preisträgerinnen und Preisträger kamen aus dem In- und Ausland.
Mit der diesjährigen Verleihung erhält der Auftakt der Mendelssohn-Festtage einen zusätzlichen Akzent. Leipzig unterstreicht damit seine Rolle als traditionsreicher Musikort und als Forum für Debatten über die kulturellen Grundlagen Europas. Die weiteren Veranstaltungen der Festwoche widmen sich Werken Mendelssohns, neuen Stücken von Jörg Widmann und Beiträgen weiterer zeitgenössischer Interpretinnen und Interpreten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).