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Leipzig/Halle: Ermittler entdecken zweite Drohne – Hinweise auf militärischen Sprengstoff

WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung berichten über ein weiteres Fluggerät im Umfeld des Flughafens Leipzig/Halle; die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen eines versuchten Sprengstoffdelikts.

Nach übereinstimmenden Recherchen von WDR, NDR und der Süddeutschen Zeitung haben Ermittler im Umfeld des Flughafens Leipzig/Halle neben der bereits Anfang August sichergestellten Drohne ein weiteres unbemanntes Fluggerät gefunden. Zudem liegen demnach Spuren vor, die auf militärischen Sprengstoff hindeuten könnten. Die Bundesanwaltschaft führt das Verfahren wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion sowie eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.

Der neue Befund knüpft an den Einsatz in der Nacht zum 5. August 2026 an. Damals war am Flughafen Leipzig/Halle eine präparierte Drohne entdeckt und durch Spezialkräfte gesichert worden. Nach Angaben der Ermittler wurden Zünder entfernt und Spurenmaterial gesichert; das Landeskriminalamt Sachsen und die Bundespolizei waren beteiligt. Nach damaligen Medienangaben wurde das erste Fluggerät in der Nähe abgestellter Antonov-Frachtmaschinen gefunden. Die nun bekannt gewordene zweite Drohne wurde bei weiteren Durchsuchungen im erweiterten Umfeld geborgen.

Laut Berichten deuten Laborhinweise auf hochexplosive Substanzen wie Semtex oder PETN, eine offizielle Bestätigung zu Art und Menge der Stoffe steht jedoch aus. Die Ermittler prüfen, ob mehrere Drohnen koordiniert eingesetzt wurden, ob die Komponenten aus militärischen Beständen stammen könnten und welche Beschaffungs- oder Transportwege infrage kommen. Konkrete Aussagen zu Tatverdächtigen, möglichen Unterstützern oder einer Zuordnung zu staatlichen oder nichtstaatlichen Akteuren liegen öffentlich nicht vor. Die Bundesanwaltschaft verweist auf laufende forensische Auswertungen und macht zu operativen Details keine weitergehenden Angaben.

Sicherheitsbehörden bewerten die Kombination handelsüblicher Drohnentechnik mit potenziell militärischem Sprengstoff als qualitativ veränderte Bedrohung für kritische Infrastruktur, insbesondere an Logistikknoten. Der Flughafen Leipzig/Halle spielt seit 2022 eine wichtige Rolle für militärische und humanitäre Transporte; entsprechend wurden rund um Frachtbereiche bereits damals Schutz- und Detektionsmaßnahmen ausgebaut. Ob die aktuellen Funde zu zusätzlichen kurzfristigen Anpassungen der Luftsicherheitskonzepte führen, ist offen. Fest steht: Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft fokussieren sich auf Spurverläufe, chemische Signaturen und Beschaffungswege – erst deren Ergebnisse werden die Grundlage für weitergehende sicherheitsrechtliche oder politische Entscheidungen bilden.

Unabhängig von den laufenden Maßnahmen betonen die Behörden, dass zwischen gesicherten Tatsachen, zugeschriebenen Motiven und unbelegten Behauptungen strikt zu unterscheiden ist. Öffentlich bestätigte Erkenntnisse zu Tätern oder Verantwortlichkeiten über das genannte Delikt hinaus liegen derzeit nicht vor. Der Flughafenbetrieb in Leipzig wurde nach dem ersten Fund temporär eingeschränkt; anhaltende Auswirkungen auf Passagier- und Frachtverkehr sind bislang nicht bekannt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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