Am 20. August 2026 haben die LichtBlick eMobility GmbH und die Mer Germany GmbH angekündigt, dass LichtBlick den Geschäftskundenbereich von Mer übernimmt. Der Vollzug ist zum 1. Oktober 2026 vorgesehen und steht unter der aufsichtsrechtlichen Zustimmung der zuständigen Behörden. Nach Unternehmensangaben umfasst die Transaktion rund 7.000 Ladepunkte, die künftig von LichtBlick betreut werden.
Zu finanziellen Details äußerten sich die Unternehmen nicht. In den begleitenden Mitteilungen skizziert LichtBlick jedoch Investitionen von mehr als 100 Millionen Euro in den kommenden Jahren, unter anderem für Durchleitungsmodelle, Flottenelektrifizierung und den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Ziel ist es, Angebote für gewerbliche Kunden zu bündeln und digitale Energie- und Ladelösungen aus einer Hand bereitzustellen. Aussagen zu Beschäftigungszusagen für Mitarbeitende des übergehenden Bereichs wurden nicht veröffentlicht.
Die geplante Übernahme reiht sich in die Expansionsstrategie von LichtBlick im B2B-Geschäft ein. Der Anbieter hat sein E‑Mobility‑Portfolio zuletzt durch Kooperationen und eigene Projekte verbreitert, darunter Vorhaben zum Aufbau eines Schnellladenetzes auch in Baden-Württemberg. Zudem hatte zuvor Eneco eMobility sein Deutschlandgeschäft an LichtBlick übertragen. Mer Germany ist in Deutschland als Betreiber und Dienstleister für gewerbliche Ladelösungen aktiv; mit der Abgabe des Geschäftskundenbereichs an LichtBlick werden Teile dieses Segments künftig unter einer anderen Marke geführt.
Für Flottenbetreiber und Gewerbekunden dürfte der Übergang vor allem organisatorische Auswirkungen haben. Vertragsbeziehungen, Abrechnungsprozesse und der technische Betrieb der Ladepunkte könnten nach dem Vollzug schrittweise migriert werden. Konkrete Fahrpläne für die Umstellung von Kundendaten, Tarifen und Schnittstellen nannten die Unternehmen bislang nicht. Ebenso gaben sie keine Auskunft zu möglichen Änderungen bestehender Verträge.
Der weitere Zeitplan hängt vom Ergebnis der behördlichen Prüfung ab. Bis zur Entscheidung bleibt es bei der Ankündigung des geplanten Vollzugsdatums 1. Oktober 2026. Mit Blick auf den deutschen Markt für gewerbliche Ladeinfrastruktur steht die Transaktion für fortgesetzte Konsolidierung unter etablierten Anbietern. Für betroffene Kunden ist entscheidend, wie reibungslos Betrieb, Service und Abrechnung nach dem Eigentümerwechsel fortgeführt werden – hierzu liegen derzeit noch keine zusätzlichen Angaben der Unternehmen vor.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).