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LobbyControl zeichnet ExxonMobil mit erstem Klimabremser-Award in Berlin aus

Am 3. November 2026 hat LobbyControl in Berlin zum Auftakt der Reihe Klima-Walk-of-Shame den Negativpreis Brennender Öltropfen an ExxonMobil verliehen.

Am 3. November 2026 hat der Verein LobbyControl im Berliner Regierungsviertel nahe dem Brandenburger Tor den ersten Preis seiner neuen Negativreihe Klima-Walk-of-Shame vergeben. Der Klimabremser-Award in Form eines brennenden Öltropfens ging an den US-Konzern ExxonMobil. Nach Angaben von LobbyControl hielt der Autor und Kabarettist Marc-Uwe Kling die Laudatio; die Aktion wurde von Kulturbeiträgen begleitet.

Begründet wurde die Auszeichnung von LobbyControl mit jahrzehntelangen PR- und Lobbystrategien, durch die wirksame Klimaschutzmaßnahmen verzögert oder verwässert worden seien. Die Organisation verweist auf interne Forschungen bei ExxonMobil zu Klimarisiken seit den 1970er Jahren sowie auf fortgesetzte Lobbyarbeit gegen strengere Regeln, darunter europäische Vorgaben zur Methanreduzierung. Die Preisvergabe ist demnach als Signal gedacht, sogenannte Klimabremser-Netzwerke sichtbar zu machen und öffentlichen Druck auf politische Entscheidungsträger zu erhöhen.

Nach übereinstimmenden Medienberichten wurde der Negativpreis vor Ort an ExxonMobil adressiert, konkrete rechtliche Folgen sind mit der symbolischen Auszeichnung jedoch nicht verbunden. Die Aktion ist eine öffentlichkeitswirksame Intervention einer Nichtregierungsorganisation; belastbare Rechtsvorwürfe gegen Unternehmen bleiben, wo sie bestehen, getrennt davon Sache der Justiz und laufender Recherchen.

Der Ort und der Zeitpunkt der Verleihung zielten erkennbar auf die politische Bühne in Berlin. LobbyControl betont, das deutsche Publikum direkt anzusprechen und Debatten über Einflusskanäle zwischen Industrie, Verbänden und Politik im Umfeld von Bundestag und Bundesregierung anzustoßen. Zugleich kündigte die Organisation an, die Reihe Klima-Walk-of-Shame fortzuführen und den brennenden Öltropfen künftig regelmäßig an Akteure zu vergeben, die sich nach ihrer Einschätzung besonders wirksam gegen Klimaschutz eingesetzt haben. Ob daraus politischer Druck auf konkrete Gesetzesvorhaben in Berlin oder Brüssel entsteht, hängt von der weiteren Resonanz in Öffentlichkeit und Parlamenten ab.

ExxonMobil hat sich zu den Vorwürfen im Rahmen der Veranstaltung nicht geäußert. Das Unternehmen verweist in anderen Zusammenhängen regelmäßig auf eigene Klimaziele und Investitionen in neue Energietechnologien. Diese Selbstdarstellungen stehen im Kontrast zu den von LobbyControl erhobenen Vorwürfen der Einflussnahme gegen strengere Vorgaben. Die Debatte um Verantwortung, Transparenz und regulatorische Leitplanken in der Klimapolitik dürfte damit weiter an Schärfe gewinnen.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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