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Magdeburg prüft Schwimmhalle im früheren Gerichtsgebäude

Wegen der Sperrung der Elbe-Schwimmhalle untersucht die Stadt, ob ein ehemals als Gerichtsgebäude genutztes Haus am Jerichower Platz als Übergang für den Bundesstützpunkt Schwimmen taugt.

Magdeburg prüft, ein früher als Gerichtsgebäude genutztes, angemietetes Haus am Jerichower Platz vorübergehend zu einer Schwimmhalle umzubauen. Anlass ist die seit Wochen gesperrte Elbe-Schwimmhalle, deren Dach und Statik Schäden aufweisen. Damit fehlen dem Bundesstützpunkt Schwimmen und dem Vereinssport zentrale Trainingsmöglichkeiten. Die Stadtverwaltung bestätigte, dass sie gemeinsam mit der Landesregierung und weiteren Akteuren Übergangslösungen sondiert.

Auslöser der aktuellen Debatte war ein Bericht des MDR vom 9. Juli 2026, laut dem das 50-Meter-Becken der Elbe-Schwimmhalle auf absehbare Zeit nicht nutzbar ist. Bereits am 3. Juli 2026 hatte der Stadtrat die Sanierung des Dachs beschlossen und ergänzende Prüfaufträge für kurzfristige Trainingskapazitäten erteilt. In den Unterlagen des Finanz- und Grundstücksausschusses vom 19. August 2026 sind mehrere Varianten dokumentiert: Neben dem Gebäude am Jerichower Platz werden eine Leichtbauhalle oder Traglufthalle über bestehenden Becken, die Nutzung einer Messehalle sowie die frühere Getreidelagerhalle auf dem Fahlberg-List-Areal geprüft.

Die Linke fordert in ihren Anträgen, die Finanzierbarkeit der Übergangslösungen transparent zu bewerten und gegebenenfalls einen städtischen Mietpool zu schaffen, um flexibel auf Engpässe reagieren zu können. Parallel gibt es Kritik an der Idee, das frühere Gerichtsgebäude als Schwimmstätte zu nutzen. Eine Online-Petition argumentiert, der Ort sei öffentlich sensibel vorbelastet; sie fordert eine alternative Nutzung. Diese Einwände stehen einer fachlichen Prüfung jedoch nicht entgegen.

Für einen Umbau wären umfangreiche Nachweise zu Statik, Brandschutz, Wasseraufbereitung, Lüftung und Schallschutz erforderlich. Auch bauordnungsrechtliche Fragen der Nutzungsänderung sowie die Einbindung in Rettungswegekonzepte müssten geklärt werden. Laut Ratsunterlagen werden entsprechende Gutachten und Zeitpläne vorbereitet. Eine Entscheidung über eine konkrete Umnutzung liegt noch nicht vor; weitere Beschlüsse sind für die nächsten Gremiensitzungen angekündigt.

Kurzfristig bleibt die Sicherung des Trainingsbetriebs das vordringliche Ziel. Leistungssportler des Bundesstützpunkts weichen derzeit auf andere Hallen aus, was den Aufwand für Athletinnen und Athleten erhöht und den Vereinssport zusätzlich belastet. Die Stadt stellt in Aussicht, über Zwischenschritte zu informieren, sobald belastbare Ergebnisse der Prüfungen vorliegen. Erst nach der technischen und finanziellen Bewertung dürfte der Stadtrat über eine Übergangslösung entscheiden – einschließlich möglicher Folgekosten und Perspektiven für eine dauerhafte Nutzung des betroffenen Gebäudes.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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