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Magdeburg: Sanierung von Ottos I. Grab beendet – Wiederbeisetzung im September geplant

Im Magdeburger Dom ist die Restaurierung des Sarkophags von Kaiser Otto I. abgeschlossen. Untersuchungen stützen die Identität der Gebeine; die Wiederbeisetzung ist für September 2026 vorgesehen.

Die Restaurierung des Grabes von Kaiser Otto I. im Magdeburger Dom ist nach Angaben der beteiligten Einrichtungen abgeschlossen. Parallel zur Konservierung wurden die im Sarkophag geborgenen Überreste anthropologisch, medizinisch und archäogenetisch untersucht. Nach übereinstimmenden Mitteilungen der Fachinstitutionen sprechen die vorliegenden Ergebnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich um die sterblichen Überreste des 912 geborenen und 973 verstorbenen Kaisers handelt. Einzelne naturwissenschaftliche Detailbefunde werden weiterhin ausgewertet.

Die Arbeiten am historischen Grab umfassten konservatorische Sicherungen am Steinsarkophag und eine umfassende archäologische Dokumentation des Befunds. Koordiniert wurde das Vorhaben von der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt sowie der Evangelischen Domgemeinde. Ziel war es, das bedeutende mittelalterliche Grabmal dauerhaft zu erhalten und zugleich den Forschungsstand zu Ottos I. Bestattungsgeschichte auf eine gesicherte Basis zu stellen.

Für die künftige Aufbewahrung der Gebeine wurde ein künstlerischer Wettbewerb ausgelobt. Die Kunststiftung Sachsen-Anhalt veröffentlichte den empfohlenen Entwurf für einen neuen Sarg, der nach Fertigstellung die Überreste aufnehmen soll. Nach aktuellem Zeitplan ist die feierliche Wiederbeisetzung im Magdeburger Dom im September 2026 vorgesehen. Zuständig für die liturgische Gestaltung ist die Evangelische Domgemeinde; die konservatorische Übergabe erfolgt im Einvernehmen mit den Denkmalbehörden. Terminliche Anpassungen bleiben möglich, falls sich Herstellung oder Abstimmungen verzögern.

Die naturwissenschaftlichen Untersuchungen wurden in einem Verbund mehrerer Einrichtungen durchgeführt und öffentlich vorgestellt. Beteiligt ist unter anderem die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, die zusammen mit Partnern an der archäogenetischen Auswertung mitwirkt. Den Mitteilungen zufolge stützen übereinstimmende Merkmalsanalysen und DNA-Daten die Zuschreibung an Kaiser Otto I.; abschließende Fachpublikationen zu Detailfragen sind angekündigt.

Magdeburg galt bereits zu Lebzeiten Ottos I. als eines der geistlichen und politischen Zentren des Reichs. Die nun abgeschlossene Sanierung und die geplante Wiederbeisetzung werten den Standort kulturhistorisch weiter auf. Für Forschung und Vermittlung eröffnen die gesicherten Befunde neue Anknüpfungspunkte, etwa zur Bestattungskultur des Hochmittelalters, zur Dynastiegeschichte der Ottonen und zur Rolle des Magdeburger Doms als Erinnerungsort. Die beteiligten Institutionen betonen, dass künftige Präsentationen der Ergebnisse mit dem Domkapitel und den zuständigen Behörden abgestimmt werden.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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