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Malaria-Fälle am Flughafen Frankfurt: Sechs Infizierte, ein Todesfall bestätigt

Fraport und das Robert Koch-Institut haben am 26. August 2026 sechs Malaria-Erkrankungen unter Beschäftigten des Flughafens Frankfurt bestätigt; ein Betroffener ist gestorben. Die Behörden gehen von Airport-Malaria durch eine eingeschleppte Anopheles-Mücke aus.

Fraport und das Robert Koch-Institut (RKI) haben am 26. August 2026 sechs Malaria-Erkrankungen bei Beschäftigten des Flughafens Frankfurt bestätigt; ein Betroffener verstarb zwischen Juli und August. Nach derzeitigem Kenntnisstand handelt es sich um Airport-Malaria, bei der eine infektiöse Anopheles-Mücke per Flugzeug oder Gepäck aus einem Malariagebiet eingeschleppt wurde.

Die Bestätigung folgt auf Meldungen seit Juli 2026 über einzelne Fiebererkrankungen ohne Reiseanamnese im Umfeld des Flughafens Frankfurt am Main. Laut RKI wurden im Juli und August ausschließlich Fälle aus dem Rhein-Main-Gebiet übermittelt, die mit einer beruflichen Exposition am Flughafen Frankfurt in Verbindung stehen. Fraport sprach von einem wahrscheinlichen Zusammenhang mit einem internationalen Flug, auf dem eine infizierte Mücke mitgereist sein könnte.

Airport-Malaria ist in Deutschland selten. Gleichwohl weisen Fachleute des RKI und des Gesundheitsamt Frankfurt darauf hin, dass derartige Übertragungen außerhalb endemischer Regionen möglich sind und die Diagnostik erschweren können, wenn keine Auslandsreise vorliegt. Das RKI ruft Ärztinnen und Ärzte dazu auf, bei unklarem Fieber ohne Reisevorgeschichte, aber mit Tätigkeit am Flughafen, differenzialdiagnostisch früh an Malaria zu denken.

Die Behörden leiteten Kontaktpersonen- und Umgebungsuntersuchungen ein und verstärkten Informations- sowie Präventionsmaßnahmen am Standort. Empfohlen werden unter anderem Inspektionen von Flugzeugen und Gepäckbereichen, eine Sensibilisierung des Personals für Frühsymptome wie Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen sowie eine rasche labordiagnostische Abklärung bei Verdachtsfällen. Angaben zu Alter, Vorerkrankungen oder konkreten Dienstbereichen der Erkrankten machten die Behörden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht.

Hintergrund: In Europa werden seit den 1970er-Jahren Einzelfälle von Flughafen- oder Gepäckmalaria beschrieben. Auch in Deutschland kam es vereinzelt zu solchen Übertragungen, ohne dass sich daraus ein dauerhaftes Übertragungsrisiko in der Bevölkerung ergeben hätte. Entscheidend ist eine frühzeitige Erkennung und Behandlung, da bestimmte Plasmodium-Arten, insbesondere Plasmodium falciparum, bei verspäteter Therapie schwere Verläufe verursachen können. Für den laufenden Betrieb am Flughafen Frankfurt konzentrieren sich die Maßnahmen nach Behördenangaben auf das Unterbinden weiterer Einschleppungen und das schnelle Erkennen möglicher Verdachtsfälle.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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