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Mecklenburg-Vorpommern fordert Bundesgeld für Vorpommern-Magistrale und Ausgleich bei Trassenpreisen

Mecklenburg-Vorpommern drängt nach der Verkehrsministerkonferenz auf Planungsgeld des Bundes für die Vorpommern-Magistrale und auf Kompensation für steigende Trassenpreise im Nahverkehr.

Kurzmeldung

Mecklenburg-Vorpommern hat nach der Verkehrsministerkonferenz am 21. und 22. Oktober 2026 in Hohenschwangau den Bund aufgefordert, Planungsgelder für die Vorpommern-Magistrale bereitzustellen und die ab 2026 erwarteten Mehrkosten durch höhere Trassenpreise im Schienenpersonennahverkehr auszugleichen. Das Land verlangt, erste Planungsmittel für das Projekt von Berlin über Greifswald und Stralsund bis Sassnitz verbindlich im Bundeshaushalt 2027 zu verankern.

Als Anlass nennt die Landesregierung aktuelle Entscheidungen zur Bepreisung von Schienenwegen. Nach Gerichtsentscheidungen, darunter einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs, und anschließenden Festlegungen der Bundesnetzagentur rechnet Mecklenburg-Vorpommern mit spürbaren Mehrbelastungen für Regionalverkehre. Die Rede ist von zusätzlich zweistelligen Millionenbeträgen pro Jahr landesweit. Die Verkehrsministerkonferenz forderte eine vollständige Kompensation durch den Bund sowie einen Reformprozess für ein verlässliches und planbares Trassenpreissystem.

Zusätzliche Unsicherheit entsteht nach Angaben des Landes durch die jüngsten Vorgaben der DB InfraGO zur Trassenpreisgestaltung für regionale Verkehrsträger. Ohne Ausgleichsmittel drohten Angebotskürzungen im Regionalverkehr und Engpässe bei der Sicherung bestehender Leistungen, insbesondere in dünn besiedelten Regionen. Ein sofortiger Bundesausgleich sei deshalb nötig, um Fahrpläne stabil zu halten und Ausschreibungen nicht zu gefährden.

Parallel treibt das Land die Vorpommern-Magistrale als strategisches Infrastrukturvorhaben voran. Ziel ist eine schnellere, zuverlässigere Anbindung Vorpommerns an Berlin sowie eine Stärkung des Fährhafens Sassnitz. Politik und Verwaltung betonen die Trennung von kurzfristiger Finanzierung laufender Verkehre und langfristiger, mehrjähriger Planung der Schieneninfrastruktur. Beide Ebenen seien jedoch miteinander verknüpft, weil steigende Betriebskosten die Fähigkeit der Länder schwächten, parallel große Aus- und Neubauprojekte mit vorzubereiten.

Konkrete Zusagen des Bundes zu Ausgleichszahlungen für Trassenpreise oder zu Planungsmitteln für die Vorpommern-Magistrale liegen derzeit nicht vor. Mecklenburg-Vorpommern verweist auf eigene Berechnungen, Beschlüsse der Verkehrsministerkonferenz und frühere Signale aus Berlin, die nun im Haushalt 2027 zu hinterlegen seien. Die nächsten Wochen gelten als test für die Handlungsfähigkeit des Bundes, da Länder und Aufgabenträger zeitnah Planungssicherheit benötigen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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