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Mercedes will 38‑Stunden‑Woche bei gleichem Gehalt – Debatte über rechtliche und wirtschaftliche Folgen

Die Unternehmensleitung von Mercedes‑Benz hat vorgeschlagen, die tarifübliche Wochenarbeitszeit in Deutschland auf 38 Stunden bei gleichem Monatsentgelt anzuheben. Arbeitnehmervertretungen lehnen das ab; juristische Experten sehen große rechtliche Hürden.

Die Leitung von Mercedes‑Benz hat nach Berichten in den vergangenen Tagen vorgeschlagen, die Wochenarbeitszeit in Deutschland auf 38 Stunden zu erhöhen, ohne das Monatsentgelt anzuheben. Anlass sind laut Unternehmen hohe Produktionskosten in Deutschland; das Management nennt eine verbilligte Arbeitsstunde als zentrales Ziel, um Wettbewerbsfähigkeit und Standorte zu sichern. Die Debatte wurde in den letzten Wochen öffentlich, nachdem Konzernvertreter die Forderung in Gesprächen mit Betriebsräten und der Arbeitnehmervertretung eingebracht hatten (Stand: 18. bis 21. September 2026). ([tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/mercedes-sparkurs-100.html))

Der Gesamtbetriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall weisen den Vorstoß zurück. Die Arbeitnehmervertretungen kritisieren, Beschäftigte sollten nicht einseitig die Hauptlast der Kostensenkungen tragen; zudem bestehe die Sorge, dass Druck auf die Arbeitsbedingungen zu Verlagerungen von Produktion ins Ausland führen könne. Zahlreiche Medien berichteten über Proteste und eine angespannte Stimmung an mehreren deutschen Standorten. ([tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/mercedes-sparkurs-100.html))

Aus arbeitsrechtlicher Sicht gelten erhebliche Einschränkungen: Für tarifgebundene Beschäftigte bildet der Tarifvertrag die verbindliche Grundlage der regelmäßigen Wochenarbeitszeit. Arbeitsrechtler betonen, dass die Dauer der regelmäßigen Arbeitszeit zur Hauptleistungspflicht des Arbeitsverhältnisses gehört; eine dauerhafte Erhöhung von 35 auf 38 oder gar 40 Stunden ohne rechtliche Grundlage ist demnach nicht einfach durchsetzbar. Möglich wären nur Änderungen durch einen neuen oder geänderten Tarifvertrag, eine tariflich vereinbarte Öffnung oder individuelle Vertragsänderungen mit Zustimmung der Beschäftigten; andernfalls blieben nur rechtlich riskante Instrumente wie Änderungskündigungen. ([personalwirtschaft.de](https://www.personalwirtschaft.de/news/arbeitsrecht/mercedes-kann-die-arbeitszeit-nicht-einfach-neu-regeln-209022/))

Politisch und wirtschaftlich ist die Forderung heikel: In der Metall‑ und Elektroindustrie gilt die 35‑Stunden‑Woche vielerorts als Standardbestandteil tariflicher Regelungen, die in der anstehenden Tarifrunde eine zentrale Rolle spielen dürften. Unternehmen verweisen auf Wettbewerbsdruck und internationale Vergleiche der Arbeitskosten; Arbeitnehmervertreter warnen vor einer Aushöhlung von Standards und fordern, Kostenmaßnahmen nicht einseitig auf Beschäftigte zu verlagern. Beobachter sehen die Verhandlungen als Prüfstein für die Standortpolitik deutscher Großbetriebe in einem sich verschärfenden globalen Marktumfeld. ([tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/mercedes-sparkurs-100.html))

Der Vorstoß von Mercedes‑Benz hat eine juristische, politische und öffentliche Debatte ausgelöst. Ob eine Ausweitung der Wochenarbeitszeit bei gleichem Gehalt tatsächlich kommt, hängt weniger von betrieblicher Rhetorik als von Verhandlungen mit Betriebsräten, der IG Metall und gegebenenfalls tariflichen Änderungen ab. Bis zu konkreten Vereinbarungen bleiben die Vorschläge umstritten und rechtlich unsicher. ([handelsblatt.com](https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/mercedes-arbeitskampf-beim-autobauer-management-will-38-stunden-woche/100255590.html))

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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