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München: Gasteig baut Klais-Orgel mit 6006 Pfeifen vor Sanierung aus

In der Philharmonie am Gasteig hat Mitte Oktober der Abbau der 40 Tonnen schweren Klais-Orgel begonnen. Die 6.006 Pfeifen und weitere Teile werden verpackt und in Bonn eingelagert – als Teil der Sanierung des…

In der Philharmonie am Gasteig hat Mitte Oktober der Abbau der großen Klais-Orgel begonnen. Nach Angaben des Gasteig werden die 6.006 Pfeifen, zwei Spieltische sowie mechanische und pneumatische Komponenten demontiert, verpackt und für die Zeit der Bauarbeiten außerhalb Münchens gelagert. Das rund 40 Tonnen schwere Instrument wird von Johannes Klais Orgelbau ausgebaut und nach Bonn transportiert, wo es klimatisiert eingelagert werden soll.

Der Schritt ist Teil der vorbereitenden Räumungen für die umfassende Sanierung des Kulturzentrums in München. Die Philharmonie wurde Ende Juni 2026 außer Betrieb genommen, um Reparatur- und Umbaumaßnahmen vorzubereiten. Nach Angaben der Stadt München sollen Gebäudehülle, Haustechnik und Brandschutz ebenso auf den aktuellen Stand gebracht werden wie die künstlerische Infrastruktur. Ziel sei es, die Leistungsfähigkeit des Hauses langfristig zu sichern und den künftigen Betrieb energieeffizienter zu gestalten.

Die Demontage der Orgel gilt als logistische und konservatorische Herausforderung. Einige Pfeifen sind fast elf Meter lang und reagieren empfindlich auf Feuchtigkeit, Staub und Erschütterungen. Klais Orgelbau hebt hervor, dass die Lagerung in Containern andere Anforderungen stellt als die senkrechte Aufstellung im Orgelgehäuse. Entsprechend kommen spezielle Verpackungen, Stützkonstruktionen und Klimasysteme zum Einsatz. Aus Sicht des Unternehmens schützt der Ausbau die historisch gewachsene Substanz des Instruments und ist wirtschaftlich sinnvoller als ein kompletter Neubau.

Der künftige Wiedereinbautermin hängt vom Fortgang der Bauarbeiten am Gasteig ab. Ein belastbarer Zeitplan für die Rückkehr der Orgel in die Philharmonie liegt nach heutigem Stand nicht vor. Auch zum endgültigen Kostenrahmen und zur Fertigstellung der Sanierung laufen politische Abstimmungen und verwaltungsinterne Prüfungen. Klar ist, dass es sich nach übereinstimmenden Darstellungen um eines der umfangreicheren Kulturprojekte in München handelt.

Für die Dauer der Baumaßnahmen weicht der Konzertbetrieb bereits seit Längerem an andere Spielstätten aus. Die Orgel bleibt bis zur Wiederinbetriebnahme der Philharmonie außer Dienst. Sobald Termine für Wiedereinbau und Wiedereröffnung feststehen, wollen die Verantwortlichen nach eigenen Angaben informieren. Unverändert ist, dass die Orgel nach Abschluss der Sanierung wieder am bisherigen Standort im Gasteig eingesetzt werden soll.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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