Auf der Theresienwiese hat München am 26. September 2026 der Opfer des Oktoberfest-Attentats gedacht. Überlebende, Angehörige sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Stadtgesellschaft versammelten sich am Denkmal neben dem Haupteingang zur Kranzniederlegung. Veranstalter der Gedenkveranstaltung war die DGB-Jugend München, die Landeshauptstadt München unterstützte den Ablauf. Die Stadt bezeichnet das jährliche Erinnern als festen Bestandteil ihres offiziellen Gedenkens.
Der Bombenanschlag vom 26. September 1980 gilt als der schwerste rechtsterroristische Angriff in der Geschichte der Bundesrepublik. Insgesamt kamen 13 Menschen ums Leben, mehr als 200 wurden verletzt. Der heutige Jahrestag erinnert an das Leid der Betroffenen und hebt zugleich die Verpflichtung hervor, die Taten, ihr Umfeld und die gesellschaftlichen Folgen weiterhin aufzuarbeiten.
In Redebeiträgen wurde betont, dass Worte den Boden für Gewalt bereiten können. Nach Aussagen der Organisatoren und städtischer Vertreterinnen und Vertreter müssen konsequente Prävention, politische Bildung und eine klare Haltung gegen Rechtsextremismus Hand in Hand gehen. Die Stadt verwies in diesem Zusammenhang auf lokale Projekte wie die Dokumentation Oktoberfestattentat, die als dauerhafte Anlaufstelle für Forschung, Vermittlung und persönliche Erinnerung dient.
Das Gedenken am Tatort hat sich seit Jahren etabliert. Traditionell richtet die DGB-Jugend München das Format gemeinsam mit städtischen Referaten und zivilgesellschaftlichen Gruppen aus. Neben der Kranzniederlegung gehören regelmäßig Zeitzeugengespräche, pädagogische Angebote und begleitende Ausstellungen zum Programm, um die Ereignisse von 1980 mit Fragen der Gegenwart zu verknüpfen.
Aus Sicht der Stadtgesellschaft erfüllt der Jahrestag eine doppelte Aufgabe. Er würdigt die individuellen Schicksale der Toten und Verletzten und verankert zugleich die politische Erinnerung an rechtsextreme Gewalt im öffentlichen Raum. Diese Perspektive, so die zusammengefasste Botschaft der Beiträge, solle über den Tag hinaus tragen: Erinnerung brauche eine verlässliche Infrastruktur, transparente Forschungsergebnisse und niedrigschwellige Angebote für Schulen, Vereine und Initiativen. Nur so lasse sich verhindern, dass Relativierungen und Verdrängung den Raum für neue Radikalisierung öffnen.
Mit dem diesjährigen Gedenken knüpft München an eine lange Praxis an, die den Jahrestag des Anschlags als verbindlichen Termin im städtischen Kalender sichert. Der Ort des Erinnerns auf der Theresienwiese steht damit nicht nur für die Rückschau auf den 26. September 1980, sondern auch für den Anspruch, Gegenwartspolitik und demokratische Kultur gegenüber menschenfeindlicher Hetze zu stärken.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).